Bedingungslosen Grundeinkommen für alle! Ungerecht?

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Durch die ansteigende Digitalisierung im Alltag, Künstliche Intelligenz und Vollautomatisierung durch Roboter wird es sehr wahrscheinlich in Zukunft mehr arbeitslose geben. Die Zukunft heißt gleiche Chancen für alle durch Grundeinkommen, das wäre besser als noch mehr Kriminalität.

Von Edgar Schülter

Viele Ökonomen und vor allem Neoliberale lehnen die Idee des Grundeinkommens völlig ab. Ihre Argumente lauten es sei Ungerecht, es sei schlicht nicht zu finanzieren, keiner würde zur Arbeit gehen. Dabei ist es zumindest genau so ungerecht das ein Prozent der Erdbevölkerung, sprich die „Superreichen“ genau so viel Vermögen angehäuft haben und besitzen wie die restlichen 99 Prozent. Das ist Geld, dass auf Konten Parkt, nicht mehr investiert wird und doch eigentlich nur noch dazu dient die Eitelkeit zu befriedigen.

Daher wenn ein Neoliberaler Ökonom die Ideen des bedingungslosen Grundeinkommens als ungerecht nachzuweisen versucht, grenzt dieses an reinen Zynismus.

Geschehen ist dieses beim Ökonom Marcel Fratzschers auf seiner Kolumne bei Zeit Online. Hier argumentiert er, dass es zur Zeit immer mehr an Vertrauen in unsere Politiker fehlt, weil diese keine Antworten mehr finden auf die Fragen der Globalisierung, des technologischen Wandels und der Informationsgesellschaft. Daher wenden sich immer mehr als alternative den Populisten zu. Somit auch die Entstehung der Anhänger des bedingungslosen Grundeinkommens.

Doch liegt die Schuld nicht eher an der grenzenlosen Gier der Finanzspekulanten? Oder bei Investmentbankern dessen Gier eine enorme Wirtschaftskrise auslöste? Oder an den globalen Player wie Google oder Apple, die alle Steuerschlupflöcher ausnutzen und damit ihren Beitrag zum gesellschaftlichen Wohlstand reduzieren?

Dabei ist alles nicht so schwer. Bedenke man, dass Digitalisierung und Automatisierung den Menschen von stumpfen Tätigkeiten doch nur entlasten. Soll es deswegen verwerflich sein an der Idee eines Grundeinkommens zu arbeiten?

Bedenke man andersrum es gibt niemals einen Grundeinkommen. Kommt es dann billiger für eine Gesellschaft, wenn soziale Marginalisierung entsteht, Kriminalität und das Gefühl der Chancenlosigkeit den populistischen Strömungen weitere Anhänger verschaffen? Das sollten sich mal bitte sehr die Ökonomen und Politiker vor den Augen halten, statt immer nur die zu unterstützen, die ohnehin schon genug haben. Klar gibt es berechtigte Kritik an der Idee des Grundeinkommens, aber soziale Verantwortungslosigkeit und Reduzierung der Chancengleichheit können niemals zur Prosperität in einer Gesellschaft beitragen.

Es wäre um so mehr einen Vorteil für alle, wenn Ökonomen

Finanzierungsmodelle eines bedingungslosen Grundeinkommens entwickeln würden, statt Visionen einer besseren Gesellschaft lediglich angebliche Ungerechtigkeit zu attestieren.