Das sechste Massenaussterben findet derzeit auf der Erde im galoppierenden Schnellschritt statt


Bild: Grauer Gibbon, eines der Tiere dessen Bestand stark im Rückgang ist, Lizenz: Pixabay CC0 Public Domain


Wissenschaftler appellieren dafür, dass Schutzmaßnahmen ergriffen werden, um die vom Aussterben bedrohten Tierarten zu schützen.

Von Edgar Schülter

Keine Alarmglocken haben geläutet, als das letzte Exemplar von dem Fisch „Megupsilum Aporus“ oder die letzte Fledermaus „Pipistrellus“ endgültig verschwanden. Jedoch warnen Wissenschaftler, dieses seien nur Vorboten eines Massenaussterbens verschiedenster Tierarten und das im viel schnelleren Tempo wie vorher angenommen.

Im Durchschnitt sind es schon zwei Wirbeltiere die jedes Jahr auf Nimmerwiedersehen verschwinden. Wissenschaftler der Universität Stanford mahnen, dass sich ein globale Abwärtstendenz aufbaut und dass hiervon 30 Prozent der Wirbeltiere sowohl in der globalen Verteilung, als auch in der demographischen Entwicklung betroffen sind.

"Es handelt sich um eine biologische Vernichtung auf globaler Ebene, auch wenn die Spezies die diesem Bestand angehören auch noch auf andere Erdteilen anzutreffen sind," behauptet Rudolfo Dirzo, Professor der Biologie der Universität Stanford.

Nach Angaben der Agentur „France Presse“, verfolgen die Wissenschaftler eine geographische Verteilung von 27.600 Spezies. Dabei sind Vögel, Reptilien, Amphibien und Säugetiere, eine Auswahl, die fast die Hälfte der Wirbeltiere, die auf der Erde bekannt sind, umfasst. Von den 177 Säugetierarten haben alle mindestens 30 Prozent, ihres geographischen Lebensraumes verloren, die Hälfte von ihnen sogar schon 80 Prozent.

Dieser Rückgang der Tierarten lässt sich vor allem durch den Verlust ihres Lebensraums erklären. Sprich, übermäßigen Konsum von Ressourcen, Umweltverschmutzung und Krankheiten. Auch die Erderwärmung hat zu diesem Rückgang beigetragen.

Viele Arten, die vor 20 oder 10 Jahren noch relativ sicher waren, wie zum Beispiel Löwen und Giraffen, sind jetzt stark gefährdet.

Wissenschaftler appellieren dafür, dass der verschwenderische Konsum dringend reduziert werden sollte und für eine bessere Kontrolle der Überbevölkerung unserer Erde.