Ist Boris wirklich Pleite?


Boris Becker Wachsfigur in Berlin CC0 Public Domain



Boris Becker der bis heute der jüngste Wimbledon Sieger und einer der größten Tennisstars aller Zeiten ist - soll Pleite sein. So hat es ein Gericht in London befunden. Beckers Anwalt widerspricht dieser Sichtweise vehement. Jedoch ist es oft so, dass Promis ihr Vermögen verbraten.

Von Edgar Schülter

Es ist schon für viele von uns schwer nachzuvollziehen, wie so reiche Promis, die immer viel Erfolg hatten, ihr Vermögen aufzehren. Ein nordirischer Fußballstar sagte: "Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest habe ich verprasst." Scheinbar liegt vieles am Lebensstil, auf großem Fuss leben, keine Kontrolle über Ausgaben zu haben, fehlende Disziplin im Umgang mit Geld und Erfolg.

Da wird einfach die Notwendigkeit der klugen Vermögensbildung oft unterschätzt. Anscheinend fällt es den Promis schwer zu akzeptieren, dass ihr Erfolg auch Grenzen hat. Einkünfte lassen sich nicht beliebig steigern und wer anfangs viel Geld verdient hat und damit ein gewissen Lebenstil finanzieren konnte, dem fällt es schwer bei geringeren Einkünften einige Schritte nach hinten zu machen, man denkt wohl es geht immer so weiter. Schlecht ist es dann auch noch wenn die Ansprüche überproportional zum Einkommen steigen.

Sind Promis auch Opfer von schlechter Beratungen?

Oft strömen bei denen leider unseriöse Angebote hinein, die reiche Promis wegen ihrer wirtschaftlichen Unerfahrenheit nicht durchblicken. Das können Steuervermeidungsstrategien sein, bis hin zur schlechte Anlagen mit riskanten Kapitalprodukten, die dann eher zu unnötiger Verschuldung führen. Anlageberater möchten ja auch verdienen in dem Sie Kommissionen beim Verkauf solcher Produkte erhalten. Jedoch gerade Sportler können sich schwer verletzten und sind dann auf kurzfristigen Kapitalbedarf angewiesen, der nicht planbar ist. Da Sportler wegen der Komplexität der Vermögensverwaltung auf Berater zugreifen, gehen die hier schon ein Risiko darstellen, wenn diese Beratung eben gegen ihre Interessen arbeitet und eher für die Berater selbst sorgen.

Da werden Promis leider schnell zu Opfern, ihrer eigenen Unwissenheit und der schlechten Beratern, die eben nicht für die Promis arbeiten sondern für die eigenen Tasche.

Nun kann Boris, der während seiner Tennis Karriere rund 25 Millionen Preisgeld erhalten hat, seine Schulden nicht mehr begleichen. Da bleibt die Frage im Raum stehen, wo das ganze Geld geblieben ist?