In 2016 nahm die Kinderarmut in Deutschland spürbar zu

Kinderarmut Youtube screenshot

Der Anteil an Kindern und Jugendlichen, die unter der Armutsgefährdungsgrenze leben ist um 0,6 Prozentpunkte auf 20,3 Prozent gestiegen. Das entspricht in Deutschland zur Zeit rund 2,7 Millionen die unter 18 Jahren sind. Diese Daten stehen in Zusammenhang mit dem Flüchtlingszuzug von armen Kindern nach Deutschland.

Von Edgar Schülter

Während die Armutsquote unter Kindern und Jugendlichen die keinen Migrationshintergrund haben leicht rückläufig sind, spiegelt sich in der Statistik die große Anzahl der nach Deutschland geflüchteten Kinder wieder.

Diese Armutsquote bezieht sich auf Personen in Privathaushalten. Alle Flüchtlinge die 2015 in Sammelunterkünften lebten wurden ausgeklammert.
Demnach wurden die von 2016 als armutsgefährdet gelisteten Kinder zufolge 2015 zugewandert sein.

Das ist das Ergebnis des Versagens der großen Koalition“, so die Spitzenkandidatin der Grünen Katrin Göring Eckardt.
Es war zu erwarten, dass die schon hohe Anzahl an Kinderarmut in Deutschland durch Zuwanderung steigen wird. Denn nicht nur gegenüber der Armut verschließt die Regierung die Augen. Auch ein wirksames Integrationskonzept fehlt." Das sei "fatal für den gesellschaftlichen Zusammenhalt".

Bundesgeschäftsführer Holger Hoffman erklärt: "Es ist an der Zeit, dass sich die positive wirtschaftliche Lage in Deutschland endlich auf die Situation armer Kinder und Jugendlicher auswirkt". Auch das deutsche Kinderhilfswerk fordert von der Politik die Kinderarmut zu bekämpfen. Es wären verstärkte Integrationsmaßnahmen erforderlich.

Als Alarm bei den Auswertungen gelten der verwendeten Definition Haushalte deren Einkommen weniger als 60 Prozent des bedarfsgewichteten mittleren Einkommens beträgt. Bei Familien mit zwei Kindern unter 14 Jahren, hat die Armutsschwelle 2015 bei einen Nettoeinkommen von weniger als 1.978 Euro pro Monat gelegen. So die Analyse die ausgewertet wurde vom Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler Stiftung.