Keine Luftverbesserung durch Diesel Gipfel

Auspuff Pixabay CC0 Public Domain

Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zogen eine schlechte Bilanz des Treffens zwischen Politik und Autokonzernen. „Die ganzen Stickoxid-Belastungen in den betroffenen Städten ändern sich überhaupt nicht“, so die Aussage von Jürgen Resch in Berlin. Als Ergebnis zwei Wochen nach dem Diesel Gipfel, liegt das Minderungspotential auch im Sommerhalbjahr unter fünf Prozent. 

Von Edgar Schülter

Die Klagen der DUH wegen Überschreitung der Luftqualitätsgrenzwerte werden weiterhin anhalten. Dazu sagte Resch: „Für das Jahr 2018 spätestens wollen wir saubere Luft in Deutschland haben“, und er meinte weiter: „Dafür brauchen wir Diesel-Fahrverbote - es sei denn, die Fahrzeuge werden entsprechend nachgerüstet und sind sauber.“

Im Winter bei den kalten Temperaturen wird vorwiegend mehr Stickoxid ausgestoßen. Die Abgasreinigung wird bei Dieselmotoren außerhalb eines bestimmten Temperaturbereichs tiefer eingestellt, so die Beschwerde der DUH. Die Entschuldigung der Hersteller: „...dies ist eine Schutzmaßnahme für den Motor.“

Klagen laufen schon bereits in 16 deutschen Städten wegen Überschreitungen der Luftqualitätsgrenzwerte.
„Die massiv überschrittenen Grenzwerte wird man nur einhalten können, wenn entweder alle bisher zugelassenen Diesel-Pkw technisch nachgerüstet oder ihnen die Zufahrt in hoch belastete Innenstädte untersagt werden“, sagte DUH Anwalt Remo Klinger und fügte hinzu: „Es ist nicht vorstellbar, dass sich dies in einem Revisionsverfahren ändert, die Tatsachen sind einfach zu deutlich.“

Eine Folge der Stickoxid-Belastung ist der vorzeitige Tod von Jährlich 10.600 Menschen. Das betrifft leider Kinder, Senioren und Asthmatiker. Hier wird eine klare Entscheidung von der DUH gefordert was die Einhaltung der Luftqualitätsgrenzwerte in deutschen Städten angeht.
Diese Forderungen sollen noch vor der Bundestagswahl geschehen.

Der Kanzlerkandidat der SPD, Martin Schulz, kritisiert insbesondere das Verhalten von Angela Merkel, die mit ihren „Zickzackkurs“ die Verbraucher verunsichert. So sollen laut Schulz die Autohersteller ihrer Verantwortung was Dieselfahrzeuge betrifft endlich nachkommen.