Macron und die Makeup Affäre - 26.000 Euro für Schminke

Emmanuel Macron Youtube screenshot
Der französische Präsident Emmanuel Macron leidet offenbar an chronischer Eitelkeit. Gutes aussehen ist ihn offenbar so wichtig, dass man ruhig schon mal 26.000 Euro für Schminke ausgeben kann.

von Edgar Schülter

Die Eitelkeit von Macron wird auch von der Zeitschrift „Bunte“ bestätigt. Brigitte, seine deutlich ältere Frau sagt, dass Sie morgens „völlig geplättet“ aussehe, während Macron jederzeit „eher jugendlich“ wirke.

Wie Macron das ohne plastische Chirurgie schafft, ist jetzt aber offenbart worden. Denn nach Informationen der französischen Zeitung „Le Point“ hat seine Visagistin Natacha M. zwei Rechnungen über 16.000 beziehungsweise 10.000 Euro im Élisée-Palast eingereicht und das alleine in den ersten drei Monaten seiner Amtszeit. Es sollen bisher an die 26.000 Euro gewesen sein, für Makeup und Styling.

Geben Politiker schlechte Beispiele ab fallen auch die Umfragewerte

Tatsächlich scheint Macron nicht mehr so beliebt zu sein wie vor der Wahl. Denn bei den Beträgen soll der Arbeitslohn aller Termine die der Präsident vorbereitete schon abgegolten sein. Die Twitter Gemeinde, Opposition und Medien kritisieren den Betrag scharf als übertrieben.

Da kam ein Kommentar auf Twitter vom Vorsitzenden der rechtspopulistischen Front National (FN), Florian Philippot, gerade recht: Während Frankreich sich abrackert, schmiert sich Macron 23 Mindestlöhne ins Gesicht.“

Es ist leider nicht das erste mal, das Politiker nach der Wahl schnell vergessen, von wem Sie gewählt wurden und überhaupt warum, schließlich hat man ja die Steuergelder zur Hand. Die Popularität von Emmanuel Macron ist mittlerweile so gesunken, dass er unbeliebter ist wie sein Amtsvorgänger François Hollande und dieser gab schon damals 10.000 Euro pro Monat an seinen Friseur.

Sind schlechte Beispiele der Politiker eine Erscheinung des Neoliberalismus?

Seit dem Mauerfall der ehemaligen DDR und den Verfall der UdSSR fing ein Zeitalter des Neoliberalismus an. Die Löhne steigen kaum noch. Kapitalistische, aggressive Wirtschaft bekam Aufwind. Hauptsache immer nur mehr Geld machen ohne moralische Werte zu berücksichtigen. Die Mittelklasse darf für alles zahlen und stirbt langsam aus. Eine immer steigende Erwerbslosenzahl und dazu die schlechten Beispiele der gewählten Politiker und der Ausverkauf unserer Nationalidentität zugunsten globaler Wirtschaftsinteressen sind einige Symptome dieser Epoche in den wir jetzt leben.