Starker Wind und Hitze - Urlauber sitzen Madeira fest. Droht ein Großfeuer?

Funchal - Flickr.com CC BY 2.0


Eine ungewöhnlich lange anhaltende Wetterlage verhindern den Flugverkehr auf der Atlantikinsel Madeira. Starke Winde machen es selbst den Madeira erprobten Piloten unmöglich auf dem berüchtigten Flughafen der Ferieninsel zu landen. Auch die Hitzewelle Südeuropas erstreckt sich inzwischen bis Madeira und ein Feuer wie 2015 ist nicht auszuschließen.


Von Rui Filipe Gutschmidt

Die beliebte Ferieninsel Madeira ist eines der Naturwunder Portugals und neben den Kreuzfahrtschiffen bringt vor allem der kürzlich nach dem Fußballstar benannte Flughafen Cristiano Ronaldo Tausende Urlauber auf die Blumeninsel.


Doch die für ihr Mikroklima bekannte Insel, die neben dem weltberühmten Madeirawein – ein dem Portwein ähnlicher Aperitif – auch Bananen und früher sogar Zuckerrohr produzierte, hat in den letzten Jahren ein paar Katastrophen erlebt. Überschwemmungen und ein großer Waldbrand der auf die Stadt übergriff, forderten mehrere Menschenleben und viele Millionen Euro Schaden in der Inselhauptstadt Funchal.


Doch die Bewohner und vor allem die Behörden der Stadt hatten sich dieses Szenario selbst eingebrockt. Natürlich kann niemand etwas dafür, dass ein Sturm aufzieht und der Brandstifter (erwischt und verurteilt), der damals das Feuer legte, hätte nie gedacht, dass die Flammen ein derart verheerendes Ausmaß annehmen würden, doch die Stadt wild in den Berghang des von einem einzigartigen Urwald bewachsenen Südens von Madeira zu bauen sorgte erst dafür, dass es damals so schlimm wurde.



Warum ich das Thema hervorkrame? Hat eigentlich nichts mit den Urlaubern zu tun, die auf dem Flughafen genervt auf einen Flug warten, aber mit dem Grund dafür... der Wind! Dieser starke Wind und die große, durch die Hitze der letzten Tage verursachte Trockenheit, sind die Zutaten für ein Großfeuer auf der Insel. Es bleibt zu hoffen, dass die Behörden von den Fehlern der letzten Katastrophen gelernt haben und diesmal nichts passiert, oder das es zumindest nicht so schlimm wird. Denn dieses Naturparadies voller endemischer Arten muss geschützt werden, andererseits werden auch keine Touristen mehr kommen.