Zähe Brexit Verhandlungen sollen ausgeweitet werden

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Bisher liefen die Verhandlungen zur Scheidung Großbritanniens aus der EU eher zäh. Die Briten wollen bis zum ende März 2019 die EU endgültig verlassen. Bleiben aber noch viele Fragen offen. Zum Beispiel die Bleiberechte von rund 3,2 Millionen EU Bürgern.

Von Edgar Schülter

so will die britische Regierung in den nächsten Tagen eine Reihe von „Positionspapiere“ für die Brexit Verhandlungen veröffentlichen.

Das Brexit Ministerium teile mit es ginge um die künftige Partnerschaft mit der EU aber auch um die Trennung Großbritanniens von der Europäischen Union. Die Papiere zeigen aber den Bedarf die Verhandlungen mit der EUauszuweiten, denn so einfach wie vorher gedacht geht das wohl doch nicht.

Die EU Außengrenze zwischen dem britischen Nordirland und der Republik Irland wird dabei ein wichtiges Thema sein. Auf der grünen Insel wird befürchtet, dass es zu wirtschaftlichen Einbussen kommt und wieder alte Wunden der Bürgerkriegsregion aufreißen.

Die Verhandlungen liefen bisher immer nur zäh, ohne Ergebnis. Brüssel verlangt bis ende August Klartext von London zu allen Brexit Fragen. London fordert dagegen von Brüssel, dass sie sich bei ihre Positionen endlich bewegen sollen.
Eine große Streitfrage sind die Bleiberechte von den 3,2 Millionen EU Bürgern in Großbritannien. Das gleiche gilt dann auch für die 1,2 Millionen Briten in der EU. Dabei möchte die EU nicht über künftige Beziehungen mit London reden, bevor Fortschritte in Trennungsfragen erreicht werden. Eine andere Streitfrage ist die Forderung Brüssels an London, um 100 Milliarden Euro die noch offen sind zu begleichen. London ist nur zu einer Zahlung von 40 Milliarden Euro bereit, wenn Brüssel Verhandlungen über ein künftiges Handelsabkommen eröffnet. Bleibt abzuwarten wie zäh diese Gespräche weitergehen und ob Großbritannien wirklich im März 2019 aus der EU endgültig austritt.