Brasilien: Atommüll in stillgelegten Uranminen seit 22 Jahren ohne Entsorgung

Atommüll Pixabay CC0 Public Domain 


Die Uranmienen wurden 1995 stillgelegt, jedoch hat man den Müll nie beseitigt. Jetzt sind Umweltschützer im Bundesstaat Minas Gerais alarmiert. Seit zwei Jahrzehnten kümmert sich keiner um den Atommüll!

Von Edgar Schülter

Der radioaktive Müll in den stillgelegten Uranminen reicht aus, um eine Fläche 10 Fußballstadien zu füllen. Das ist was nach der Ausbeutung dieser Minen übrig geblieben ist. Heute steht dort nur noch eine Verwaltung um das schlimmste zu verhindern, sprich um den Atommüll zu bewachen. Kosten die in den ersten Monaten des Jahres 2017, schon auf die 200.000 Euro an öffentlichen Geldern zugehen.

Es waren 13 Jahre Uranausbeutung, bis schließlich 1995 die staatliche brasilianische Firma INB bekannt gab, dass eine weitere Ausbeutung sich nicht mehr rentieren würde. Nun sind 22 Jahre vergangen und alle radioaktiv kontaminierten Stoffe sollten beseitigt werden, jedoch geschah nichts. Es haben sich 12.500 Tonnen an radioaktiven Müll angehäuft.

Die Überwachung dieses radioaktiven Abfalls ist eigentlich Aufgabe der CNEN, die nationale Kommission der Nuklearen Energie. Diese fanden jede Menge Missstände und Verstöße gegen aktuelle Gesetze. 2016 bestimmte die Kommission, dass die Baracken besser gepflegt sein sollten, zumal schon eine fortgeschrittene Korrosion bei Metallstrukturen sowie größere Schäden an den Rohrleitungen festgestellt wurden. Auch Dächer wurden saniert.

Der erste Bericht von der INB rechnet damit, dass eine ganze Sanierung der betroffenen Fläche an die 500 Millionen US Dollar kosten wird und die Reinigung 40 Jahre dauert. Die Kommission betonte auch, es müsse eine Finanzierung dazu gesucht werden, da Sie selbst diese Gelder nicht besitzt.

Noch plant man wie die Sanierungsarbeiten durchgeführt werden sollen. Es gibt noch keinen Termin wann diese Studie fertig sein wird. Die INB führt zur Zeit regelmäßige Inspektionen durch um eine weitere Ausbreitung der Kontaminierung zu verhindern. Eine mögliche Vergiftung des Grundwassers und des Bodens werden zur Zeit noch ausgeschlossen.

Schade, dass man so Fahrlässig mit Atommüll umgeht, unsere Kinder werden es „uns danken.“






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