Hausdurchsuchungen in Brasilien - wegen Olympia Vergabe an Rio 2016

Rio Pixabay CC0 Public Domain 

Mehrere Korruptionsverfahren wurden eingeleitet wegen der Vergabe der Olympischen Sommerspiele an Rio de Janeiro. Ermittler durchsuchten am Dienstag in ganz Rio de Janeiro Häuser von Mitgliedern des Olympischen Komitees, auch der Verbandspräsident Carlos Nuzmann war Ziel von Ermittlungen.

Von Edgar Schülter

Wegen dem Verdacht auf Stimmenkauf vor der Vergabe der Sommerspiele, hatte die Polizei Ermittlungen gegen ein internationales Korruptionsnetzwerk eingeleitet. 70 Beamte durchsuchten elf Anwesen und es wurden zwei Haftbefehle ausgestellt. Die brasilianischen Ermittler wurden von Franzosen und US-Amerikanern unterstützt.

Nach Angaben von „O Globo“ steht Nuzman unter Verdacht korrupte Mitglieder im Wahlkongress des internationalen Olympischen Komitees bestochen zu haben.
Er hat Kontakt zwischen den Geldgebern und den Bestochenen hergestellt. Nuzman wird derzeit von Ermittlern gründlich unter die Lupe genommen und befragt.

Das IOC, Wahlkongress des internationalen Olympischen Komitees, erklärte den Medien, es würde alles unternehmen um Informationen zu bekommen zwecks vollständiger Aufklärung.


Es wäre eigentlich verwunderlich wenn bei der Vergabe der olympischen Spiele in Rio de Janeiro nicht ein wenig Korruption im Spiel sein würde, zumal Brasilien leider sehr bekannt für Korruption ist. Jedoch scheint der „Stimmenkauf“ sowohl bei Olympischen Spielen als auch beim Fußball sehr in Mode zu sein. Man denke hier auch an den Fall Beckenbauer und seine Millionenhonorare bei der WM 2006 zurück. Demnach wird auch den normalen Bürgern klar, dass Veranstaltungen wie Olympia oder Fußballweltmeisterschaften immer mehr zu einem „käuflichen“ Spektakel werden. Dabei ist das einzige Ziel, die Geldgewinnung und Befriedigung von Wirtschaftsinteressen. 

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