Kaffeeanbau in Südamerika gefährdet wegen Klimawandel

Kaffee Pixabay CC0 Public Domain 

Laut einer Studie ist der Kaffeeanbau in Südamerika massiv bedroht. Das gilt vor allem in den besten Anbaugebieten. Die Kaffeeproduktion könnte dort um 90 Prozent bis zum Jahr 2050 einbrechen, heißt es in der Studie die durch die US Zeitschrift „PNAS“ veröffentlicht wurde.

Von Edgar Schülter

Kaffee gilt als einer der wertvollsten Verbrauchsgüter der Welt. Was aber Kaffee hart trifft, ist die Notwendigkeit einer guten Bienenbestäubung und ein gutes Klima für den geeigneten Wachstum, und diese beiden Faktoren werden von der Erderwärmung derzeit zerstört.

Es reicht eine Erwärmung von 2 Grad Celsius bis zum Jahr 2050 und dazu eine Abnahme der Bienenbevölkerung um 18 Prozent, um die Kaffee Erträge 73 bis 88 Prozent zurückgehen zu lassen. Die größten Produktionsausfälle wird man in Honduras, Nicaragua und Venezuela verzeichnen. Selbst kleine Änderungen bei der Temperatur, Luftfeuchtigkeit oder Sonneneinstrahlung machen den Gewächsen zu schaffen.

Jedoch gehen die Forscher davon aus, das andere Gebiete von diesen Phänomenen profitieren können. Durch diese Klimaveränderungen können für Kolumbien, Guatemala, Costa Rica und Mexiko bessere Bedingungen für den Kaffeeanbau bestehen.

Zur Zeit liegen mehr als 90 Prozent der ertragreichsten Kaffeeanbaugebiete in Südamerika weniger als nur zwei Kilometer von tropischen Waldgebieten entfernt.



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