Nordkorea: „Die USA, hat uns den Krieg erklärt!“ Gefährliche Eskalation in Fernost

Kim Jong Un Gives Guidance to Nuclear Weaponization (hydrogen bomb) CC 0 wikimedia commons


Seit 1953 besteht nur ein unstabiler Waffenstillstandt. Die atomare Aufrüstung und das Interkontinentalraketenprogramm des stalinistischen „Familienunternehmens“ einerseits und Trumps aggressive Rhetorik und Provokationen andererseits, könnte jederzeit in einen Krieg eskalieren. „Der Klügere gibt nach?“ Oh je...

Von Rui Filipe Gutschmidt

Der kriegerische Dialog zwischen Kim Jong Un und Donald Trump allein währe nicht das Problem. Es sind die (Un-)Taten der Militärs beider Seiten, die letztlich den Krieg auslösen werden. Dabei ist die Rede von den Manövern, die Südkorea und Japan immer wieder mit den USA abhalten. Auch die Aufrüstung der Armeen Südkoreas und Japans, die Errichtung eines Raketenabwehrsystems und derzeit wohl auch der Ausbau der US-Stützpunkte im Westpazifik, führen nicht gerade zu einer Abkühlung des Konfliktes.

Auf der anderen Seite haben wir einen völlig größenwahnsinnigen Diktator, der wohl irgendwas kompensieren muss. Raketen sind wie Obelisken – Phallussymbole – aus deren Spitze aber kein lebensspendender Samen, sondern nur Tod und Zerstörung kommen. Kim Jong Un lässt eben solche übergrossen Penisse mit immer größerer Reichweite bauen und träumt davon, Präsident Trump mit diesen eines Tages zu... nun ja, lassen wir dass lieber!

Die Raketentests, die vor kurzem sogar Japan überflogen, sind aber nur ein Teil der nordkoreanischen Provokationen. Das schlimmste aber ist das, was Kim mit seinen Raketen transportieren will. Atombomben! Nordkoreas Atomprogramm ist ausgereifter als viele glauben möchten. Doch alles Herabspielen nützt da gar nichts. Die seismologischen Aufzeichnungen registrieren immer häufiger die Detonationen von unterirdischen Atombombentests. Der erfolgreiche Test mit einer Wasserstoffbombe ist dabei der vorläufige Höhepunkt.

Jetzt kann man auch die Rhetorik besser nachvollziehen, die sich die letzten Tage zuspitzte und mit konkreten Drohungen verbunden ist. So drohte der nordkoreanische Aussenminister Ri Yong Ho an diesem Montag in New York mit dem Abschuss von US-Kampfflugzeugen, selbst wenn diese noch nicht im koreanischen Luftraum seien. Sein Land wäre dazu berechtigt, weil „...die USA seinem Land den Krieg erklärt hätten“, so der nordkoreanische Minister.

Kims H-Bombe - Collage JN

Das Weiße Haus bestritt die Behauptung aber, dass US-Präsident Donald Trump mit seinen martialischen Drohungen den Nordkoreanern den Krieg erklärt hätte. Dies sei, laut Präsidentensprecherin Sarah Huckabee Sanders, "absurd". Washington reagierte damit auf Äusserungen des nordkoreanischen Aussenministers Ho: „Trump behauptet, dass unsere Führung nicht viel länger existieren wird. Er hat unserem Land den Krieg erklärt.“

Das diplomatische Trampeltier hatte Nordkorea in der vergangenen Woche in einer Rede vor den Vereinten Nationen mit der „vollständigen Vernichtung“ gedroht, falls diese ihren Kurs fortsetzen würden. Eine Staffel von Kampfbombern und Kampfjets unterstrich daraufhin die Worte des US-Präsidenten, indem sie entlang der nordkoreanischen Küste über internationale Gewässer flogen. Das US-Verteidigungsministerium meinte, es sei eine „Demonstration der Entschlossenheit der USA“ und eine „klare Botschaft, dass der Präsident viele militärische Optionen hat, jegliche Bedrohung zurückzuschlagen“ gewesen.

Es wird, so sehr ich auch hoffe mich zu irren, nicht mehr lange dauern, bis die Streitkräfte der Volksrepublik Korea mit Truppen der USA oder Südkoreas zusammenstoßen und, von ihren Führern fanatisiert, das Feuer eröffnen. Was dann geschieht möchte ich mir nicht vorstellen... Habe noch mit dem Kopfkino der Rakete in Donalds... zu kämpfen. Denn das Thema ist für Satire nicht so sehr geeignet, wie das, an das Trump oder auch Kim Jong Un uns sonst gewöhnt hatten. Ein Atomkrieg, soviel ist gewiss, wird uns alle treffen, selbst wenn der Krieg regional begrenzt bleibt und China sich nicht einmischt, werden wir die Auswirkungen in Wirtschaft, Umwelt und humanitären Hilfe spüren.

Ein Freund von mir schrieb dazu:


Herbert Schmidt
20 h · 
Feuer, Feuer, Feuer, oder die bittere Frucht „des Schlacht-Felds“
Wenn Generäle den Nuklear- Raketen-Kontroll-Koffer öffnen, um die Schlüssel zu drehen, um dann natürlich „via Satellit“ auf das Schlacht-Feld sehen zu können, bewundern sie keine Feldfrüchte, sondern „die Saat ihrer Gewalt“, die sie mit einem Becher Kaffee in der Hand, einer Fett Lady in der andern Hand, genüsslich im Livestream genau verfolgen können. Sie freuen sich dann sicher wie Schwachsinnige die ihren Kugelschreiber zurückbekommen haben, wie erfolgreich sie wieder mal waren und wie schön doch diesmal die Form des Atompilzes wieder mal war.
Bloß dass sie mit niemand diesen schönen Moment mehr teilen können, der näher als 100 km vom Zentrum wirklich live dabei war.


Herrn Präsident Trump und dem Vorsitzenden Herrn Kim Jong Un:
„Halt! Stoppt diesen Streit sofort"