Facebook-Reichweite: Ohne Moos nix los

Facebook-Effekt Bild: © Redaktion Info-Welt R.F. Gutschmidt

Insbesondere für kleine Seitenbetreiber wird Facebook zunehmend nutzlos. Wer seine Artikel nicht bezahlt bekannt macht, scheint immer seltener in den Newsfeeds auf.

Von Marco Maier


Facebook ist für die meisten Webseiten nach der Suchmaschine Google einer der wichtigsten Traffic-Bringer. Doch bald schon dürfte damit weitestgehend Schluss sein, denn wie ein Testlauf des Social-Media-Unternehmens in sechs Ländern zeigt: der neue Newsfeed, der den Fokus auf Beiträge von Freunden und auf bezahlte Anzeigen legt, sorgt für massive Einbrüche bei den Leserzahlen.

Denn in der Hauptansicht haben sie keinen Platz mehr, sondern lediglich im sekundären "Explore Feed". Erfahrungen aus den Testländern zeigen demnach, dass die Interaktion mit Facebookseiten um 60 bis 80 Prozent zurückgingen. Wo große Seitenbetreiber (insbesondere die bekannten Zeitungen und Magazine) noch eher weniger Probleme haben, trifft dies jedoch vor allem die kleinen Seitenbetreiber hart.

Zwar betont man offiziell, dass es "keinen aktuellen Plan" gebe, dies nach diesen Tests auch global umzusetzen, da man die Seiten nicht dazu zwingen wolle, für die Verteilung ihrer Beiträge zu bezahlen, doch es ist davon auszugehen, dass die bisherigen Maßnahmen zur Reduktion der Reichweite ohne Bezahlung weiter fortgesetzt werden. Schon seit nunmehr rund einem Jahr gibt es hier massive Beschränkungen, die vor allem auf kleine Seitenbetreiber abzielen – aber auch den großen Medien mehr Geld für die Bewerbung ihrer eigenen Beiträge abnötigen.

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