Friedensnobelpreis für ICAN – Interantionale Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen als Botschaft an Trump und Kim

Atombombenexplosion - Flickr.com CC BY 2.0

Ican, die Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen, erhielt den Friedensnobelpreis. Das Nobelpreiskomitee begründete dies mit der Aktualität, auf die die Organisation, die für eine atomwaffenfreie Welt eintritt, aufmerksam macht. So will die Jury auch eine Botschaft an Kim Jong Un und Donald Trump senden. Ob das was bringt?

Von Rui Filipe Gutschmidt

Wir sind seit langem nicht mehr so nahe an einen atomaren Konflikt herangekommen wie jetzt. So entschied sich die Jury in Oslo also für eine relativ wenig bekannte NGO, die sich jedoch wie keine andere für ein vertragliches Verbot von Atomwaffen bemüht habe. So wäre „...ihre Arbeit, Aufmerksamkeit auf die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen zu lenken“, ein Beispiel für alle!

Die atomare Abrüstung ist mehr als nur ein wünschenswerter Gedanke. Die 15.000 Atomwaffen, die es schätzungsweise auf dieser Welt gibt, sollen laut Ican, demontiert, recycled und für alle Zeiten banniert werden. So lautet die Aufforderung von Ican-Direktorin Beatrice Fihn an alle Staaten, die im Besitz von Atomwaffen sind, sie sollten „ernsthafte Verhandlungen über eine schrittweise, balancierte und sorgfältig überwachte Vernichtung der fast 15.000 Atomwaffen auf der Welt zu beginnen.“ Des weiteren machte sie eine klare Ansage an diejenigen, die Atomwaffen mit der „nuklearen Abschreckung“ rechtfertigen „Wir können nicht damit drohen, Zivilsten zu schlachten.“

Klar, dass es sich dabei um eine Nachricht an die beiden Kampfhähne aus Pjöngjang und Washington handelt. „Wir können nicht damit drohen, wahllos Hunderttausende Zivilisten im Namen der Sicherheit zu schlachten. So baut man keine Sicherheit auf.“ Die zunehmende Eskalation auf der koreanischen Halbinsel ist demnach vor allem den neuen Machthabern im Weißen Haus zuzuschreiben, obwohl Kim Jong Un seit Jahren sein Atomprogramm gegen sämtliche Widerstände durchsetzt. Erst seit Donald Trump haben die USA einen ebenso aggressiven wie undiplomatisch provokativen Diskurs gegen den „Crazy Rocketman“ aus Nordkorea auf Lager. Dies geschieht aber nicht nur auf Twitter, sondern ist inzwischen schon in den offiziellen Sprachgebrauch eingeflossen.

Ican besteht aus über 400 Organisationen aus aller Welt und wurde vor zehn Jahren in Wien ins Leben gerufen. Ziel der Kampagne ist es, einen völkerrechtlich verbindlichen Vertrag über die Abschaffung aller Atomwaffen zu erreichen. Es sei „inakzeptabel, darauf zu vertrauen, dass Atomwaffen Sicherheit bedeuteten“, sagte Fihn.


Tatsächlich ist es extrem beunruhigend, wenn man hört wie sich die USA und Nordkorea gegenseitig mit dem Feuer der Hölle, der völligen Zerstörung und gegenseitigen Vernichtung bedrohen. Die einzigen, die in den Feuern der Hölle brennen sollten, sind Kim Jong Un und Donald Trump, die für ihre Machtambitionen Millionen Menschen als Geiseln nehmen und deren Tod im nuklearem Feuersturm in Kauf nehmen.