Herzlichen Glückwunsch Info-Welt – Vier schwierige Monate


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Eigentlich haben wir schon zirka sechs Wochen zuvor begonnen, aber nach ersten Rückschlägen begannen wir am 11. Juni 2017 mit www.info-welt.eu unser ambitioniertes Projekt. Praktisch aus dem Nichts ein Online-Magazin aufzubauen ist nicht leicht, aber mit Themen, die unsere Leser interessieren, die einen anderen Blickwinkel auf die Welt zeigen und mit Autoren aus aller Welt die ehrlich sind, ist alles möglich.


Von Rui Filipe Gutschmidt

Die Online-Medienwelt ist ein raues Pflaster, auf dem sich ein kleiner Neuankömmling jeden Tag aufs neue durchbeißen muss und es sind unsere Stammleser, bei denen wir die Kraft finden gegen alle Widrigkeiten weiter interessante Themen zu finden, darüber zu schreiben, dem Artikel eines oder mehrere passende Bilder oder Videos beizufügen, die nicht rechtlich geschützt sind und dann das Ganze noch online zu stellen. Bis hierhin ist es nicht weiter schwer, wenn man ein wenig Erfahrung gesammelt hat.


Doch wie kommt der Artikel zum Leser?


Es sind zum einen die Suchmaschinen wie Google oder Yahoo, bei denen die Beiträge gelistet werden, wo sie aber einer Rangliste untergeordnet werden, die sich aus verschiedenen Kriterien ergeben, die dann über komplizierte Algorithmen ermittelt werden. Ein Magazin, dass noch jung und unbedeutend ist, erscheint bei unspezifischer Themensuche sehr weit unten. Wirklich gaaaaanz weit unten... Die meisten User suchen sich einen Beitrag aus, der auf der ersten Seite erscheint und davon ist Info-welt meistens noch weit entfernt.


Desweiteren gibt es die Online-Portale, die eine Auswahl an Artikeln anbieten und von denen Net News Express (NNE) täglich zwei Beiträge pro Autor bewirbt. Trotz der Einschränkung geht ein Beitrag dort schnell unter. Doch letztlich sind es die Sozialen Netzwerke, über die so ziemlich alle Autoren und Herausgeber ihre Beiträge bekannt machen. Dazu öffnen Online-Portale wie info-welt.eu, G+ und Twitter-Accounts, melden sich persönlich bei Linked-in, Pinterest und so weiter, an und richten auch eine Seite auf Facebook ein. Nicht selten werden zusätzlich eine oder mehrere Facebook-Gruppen gegründet, um eine zusätzliche Diskussion über die jeweiligen Themen zu ermöglichen.


Facebook, ein zweischneidiges Schwert...


Auch wir haben eine Facebookseite und nutzten bisher munter die Möglichkeiten, die Facebook den kleinen und großen Publishern bot. Millionen von Gruppen zu Themen für jeden Geschmack. Es sind Gruppen wie „Freie Presse“, „Freie Medien“, „Informationen die uns die Massenmedien vorenthalten“, „Wissensmanufaktur“ und so viele andere, wurden für kleine Medienportale, freie Autoren, Blogger und so weiter geschaffen. Menschen die sich zusätzlich zu den Massenmedien informieren wollen, finden hier Beiträge von alternativen, freien und oft eher unkonventionellen Journalisten, Autoren und Aktivisten. Meinungen und Ansichten die sich vom vorherrschendem Einheitsbrei oder gar Propaganda unterscheiden, je nach dem, was man darunter versteht.


Natürlich wird diese Freiheit auch für allerlei „krumme Dinger genutzt“ und bei aller Freiheit muss es Grenzen geben. Wenn Terroristen sich über den Bau von möglichst tödlichen Bomben oder anderen Anschlagsformen austauschen, Menschen- oder Drogenhandel, faule Kredite und ähnliches angeboten wird oder auf sonst eine Weise bestehende Gesetze gebrochen werden, dann ist ein Eingriff von Facebook durchaus verständlich. In letzter Zeit wird Mark Zuckerbergs Kreation aber wohl immer mehr von politischen und wirtschaftlichen Machtinteressen gekapert und die Meinungsfreiheit wird unter fadenscheinigen Vorwürfen unterminiert.


Die neue Definition von Spam


Ich bin ein Spamer! Zumindest behauptet das Facebook und sperrt mich – und viele andere Autoren auch – was das Teilen, Kommentieren und Posten in Gruppen betrifft. Ohne Vorwarnung und nähere Begründung wird das verteilen von Artikeln jetzt als Spam gewertet, selbst wenn die Gruppenadministratoren diese Beiträge bei sich haben wollen. Viele Gruppen wurden extra zu diesem Zweck gegründet und der Sinn dieser Gruppen ist es, die Verbreitung der Beiträge zu unterstützen. Dabei war Facebook bislang so erfolgreich, dass so manche Seite, Platform, Magazin, Zeitung, die Online ihre Brötchen (oder bei vielen eher Krümel) verdienen, bis zu 90 Prozent ihrer Seitenzugriffe über Zuckerbergs Netzwerk bekommen.


Es ist demnach eine Art Todesurteil oder eine Verbannung aus dem Reich der Facebookgemeinde... Auf alle Fälle ein schwerer Schlag für uns und andere, die wie wir mit unserem Talent einen Beitrag für eine bessere Gesellschaft leisten wollen und dabei versuchen unseren Lebensunterhalt mit dieser Arbeit zu bestreiten. Ein Aufruf an Facebook über Unterschriftensammlung oder eine Alternative, um auf anderem Wege neue Leser zu finden ist inzwischen in Vorbereitung.


Doch nach vier Monaten haben wir auch positives zu verzeichnen. Auf unserer Facebookseite folgen uns über 400 Infoweltler und 388 haben ihr „Like“ hinterlassen. Wir hatten bislang 282.583 Seitenaufrufe und unsere „Bestseller“ kamen auf 7.000 bis 8.000 Aufrufe. Finanziell könnte es aber besser laufen, da die Werbung bei Google Adsense auf diesem Niveau sehr schwach ist. Wir verhandeln gerade mit möglichen Sponsoren, bei denen wir aber auf deren Ehrlichkeit achten. Ob Immobilien oder Ferien in Portugal, wir achten darauf für wen oder was wir Werbung machen. Leider läuft das noch nicht ganz so, wie wir uns das wünschen.



Daher sind uns Spenden – wie fast jedem Portal, Blog, Seite – mehr als willkommen. Im Gegenzug versprechen wir immer für euch da zu sein, eure Leserbriefe zu veröffentlichen, eure Vorschläge, Hinweise und Fragen zu beachten und nach bestem Wissen und Gewissen nach zu gehen. Denn schließlich wollen wir mehr sein, wie nur ein weiteres Online-Magazin. Wir wollen eine Gemeinschaft bilden zwischen Autoren, die oftmals nur so aus der Abhängigkeit von staatlicher (unwürdig, niedriger) Unterstützung kommen können, und unseren Lesern, die bei uns finden, was es anderswo nicht zu lesen gibt und im Kontakt mit uns auf ihre Sorgen und Wünsche eine Antwort bekommen. In diesem Sinne, gehen wir gemeinsam in die nächsten 4 Monate...

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