Brexit-Verhandlungen – Übereinkunft zur inner-irischen Grenze und Bürgerrechten, ein „Erfolg“?

Anti-Brexit Demo - CC 0 Public Domain
Im laufe der vergangenen Nacht (7.-8. Dezember) wurden einige grundlegende Probleme bei den Austrittsverhandlungen „gelöst“. Ökonomie-Nobelpreisträger Richard Thaler glaubt nicht an eine „positive Einigung“ bei den Verhandlungen. Doch der Brexit war von Anfang an ein „faules Ei“.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Der irische Premierminister, äußerte sich extrem zufrieden darüber, dass keine physische Grenze zwischen der Republik Irland und dem zu Großbritannien gehörenden Nordirland errichtet wird. Auch EU-Bürger in Großbritannien atmen auf. Ihre Rechte sollen gewährleistet bleiben. Nur die Briten in der EU reklamieren und gaben bekannt, dass „die britische Regierung 1 Million EU-Briten verraten“ hätte.


"Ich bin nicht optimistisch in Bezug auf eine positive Übereinkunft, weil die Europäische Union nicht in der Lage ist, das Vereinigte Königreich angemessen zu behandeln, da sie unter anderem keinen Präzedenzfall für ähnliche Situationen schaffen will", sagte der Ökonomie-Nobelpreisträger Richard Thaler gegenüber der spanischen Nachrichtenagentur EFE.


Desweiteren ist er davon überzeugt, dass „sicherlich kein wirtschaftlicher Gewinn für das Vereinigte Königreich entstehen wird“, wobei es nun statt den 40 Milliarden, „nur noch“ 39 Milliarden Euro sein werden, die die britische Regierung an die Europäische Union zurückzahlen muss.


Für Richard Thaler haben die Briten, die im Referendum zugunsten des "Brexit" stimmten, dies nicht auf der Grundlage rationaler Berechnungen getan. „Wenn wir jetzt die Leute fragen würden, wie viel sie bereit wären, zu bezahlen, um die Europäische Union zu verlassen, glaube ich nicht, dass sie einen hohen Wert nennen würden.“


Thaler schlug daher vor, dass die britische Premierministerin Theresa May „den Briten die Möglichkeit gibt, alles nochmal zu überdenken.“ Denn erst machten sie auf „Demokraten“, und befragten das Volk und jetzt halten sie stur am Resultat dieser Befragung fest, obwohl für eine Mehrheit inzwischen klar wurde, dass sie auf Grund von Lügen, Manipulationen und ohne wichtige Informationen über die Folgen eines EU-Austritts abgestimmt haben.



Die Lügner und Betrüger aber laufen frei rum, die Regierung nutzt die Situation um interne Machtinteressen zu bedienen, die EU möchte ein Exempel statuieren und am Ende verlieren ALLE. Der Brexit basiert auf einem knappen Ergebnis, das durch Lug und Betrug zustande kam, starke regionale Unterschiede aufweist, von den älteren, den jüngeren Briten, den EU-Brieten und den in Großbritannien lebenden EU-Bürgern aufgezwungen wurde und bei dem es fast nur Verlierer gibt. Die Frage hier ist doch wohl, was ein solches Referendum noch mit Demokratie zu tun hat.