Babymilchpulver von Lactalis mit Salmonellen kontaminiert – was ging in den Export?

Babymilchpulver von Lactalis - Screenshot YouTube

Ein Babynahrungsskandal hat Frankreich erschüttert und als alle dachten, es sei vorbei, fand man immer noch Packungen in den Supermärkten. Der Opferverband warnt vor allem die Lactalis-Kundschaft außerhalb Frankreichs. „Wo sind diese Packungen? Wir reden hier von Millionen, und Abermillionen...“. Die Marke „Picot“ sollte nicht konsumiert werden, da nicht klar ist, was mit der kontaminierten Milch geschah.

Von Rui Filipe Gutschmidt

Auf Euronews kam der Bericht über Babymilchpulver, welches bereits im Dezember aus den Supermarktregalen hätte verschwinden sollen. Doch jetzt fand man wieder Packungen bei französischen Supermärkten, was laut Lactalis Opferverband Anlass zur Sorge bereitet. In Frankreich wurden etwa 30 Kleinkinder krank, nachdem sie die kontaminierte Milch tranken und eine Rückrufaktion hätte eigentlich alle Packungen, die zu der fraglichen Produktion gehören, entfernen sollen. Auchan, Carrefour, L'Eclerc unter anderem, hatten ihre Regale gelehrt. Doch bei einigen kamen wohl trotzdem einige Packungen wieder in den Verkauf. So baten die Supermarktketten in Frankreich ihre Kundschaft um Verzeihung, doch was in den 65 Ländern geschah, in die Lactalis exportiert, ist noch unklar.


Auf Nachfrage des Opferverbands, was mit dem Rückrufprodukten geschah, gab es keine zufriedenstellende Antwort. Daher ist die Befürchtung, dass das verseuchte Milchpulver ins Ausland verschifft wurde, nicht ganz unberechtigt. So spricht der Opferverband eine klare Warnung aus, NICHT das Milchpulver der Marke „Picot“ unseren Kindern zu geben. Aber kann ein Unternehmen den Gewinn vor die Gesundheit von Babys stellen? Wer um alles in der Welt macht denn sowas? Leider gibt es eine ganze Menge solcher Menschen.


Wahrscheinlich reden sie sich ein, dass es nicht so schlimm ist. Von den 30 erkrankten Babys starb kein einziges und man konnte nie abgrenzen, wie viele Packungen kontaminiert wurden. Aber wenn auch nur die geringste Möglichkeit besteht, dass ein Kind erkrankt, also leidet und dies womöglich auch noch in einem Land, in dem die schlechte ärztliche Betreuung, ein marodes, beziehungsweise nicht existierendes Gesundheitswesen oder sonstige Umstände zum Tod eines Kindes führen könnten, dann MUSS diese Möglichkeit ausgeschlossen werden! Es ist ein schwerer Vorwurf, den der Opferverband hier ausspricht, doch der Schutz der Kinder, egal wo auf der Welt, steht hier für die Eltern der Kinder, die tatsächlich krank wurden, an oberster Stelle. Ich gebe ihnen dahingehend Recht, dass die Behörden in Frankreich diesen Fall lückenlos aufklären müssen. Jede Packung, die auch nur im entferntesten kontaminiert sein könnte, gehört aus dem Verkehr gezogen – egal ob in Frankreich oder irgendwo sonst auf der Welt.



Scandal as recalled products still on sale Euronews auf YouTube