Container - Die unsichtbare Gefahr im Meer

Frachter mit Container Pixabay Lizenz CC0 Public Domain 


Im Durchschnitt gehen täglich bis zu 27 Container auf dem Meer verloren, gleichbedeutend mit einer Umweltkatastrophe ist es immer, da die meisten Container giftige Chemikalien enthalten, die der Wasserwelt nur Schaden zufügen

Von Edgar Schülter - 27. Februar 2018

Verlässliche Zahlen wie viele Container tatsächlich jährlich über Bord gehen gibt es nicht, da Reedereien und Versicherungen mit der Veröffentlichung dieser Zahlen lieber sehr zurückhaltend sind. Jedoch schätzen Experten unter Berufung der Zahlen vom World Shipping Council (WSC), das jährlich eine Zahl von 10.000 verlorener Container realistisch erscheint.

Das Problem liegt auch daran, dass immer mehr größere Frachtschiffe die Container immer höher stapeln. Schließlich kostet Platzt Geld und Profit muss her. Rund 50.000 Frachtschiffe sind Weltweit unterwegs, Sie werden immer Größer und es zirkulieren zur Zeit rund 33 Millionen Container.

Container sind kaum an der Oberfläche sichtbar

Meist ist die Ursache beim Containerverlust mangelhafte Ladesicherung. Außerdem können diese nicht genug gesichert werden gerade bei schweren Stürmen und Unwettern kommt es immer wieder zu größeren Verlusten.
Zwar wird der Verlust von Versicherungen abgedeckt, jedoch zahlt keiner für den Schaden an der Umwelt der weit höher liegt. Im Jahr 2014 verlor das Containerschiff „Svendborg Maersk“ alleine um die 500 Container. Einige sinken rasch zum Meeresboden, jedoch gibt es auch viele die je nach Ladung, Tage oder Wochen auf der Wasseroberfläche treiben. Ein Container wurde beispielsweise erst elf Monate nachdem er in Frankreich verloren ging, an die englische Küste gespült.

Häufig werden Kollisionen gemeldet und havarierte Jachten geborgen. Alleine in Europa sollen schon drei bis fünf Jachten aufgrund von Kollisionen untergegangen sein.

Plastikenten und Turnschuhe machten schon Weltreisen

So gingen durch einen Containerverlust zirka 29.000 Plastikenten verloren, diese verbreiteten sich dann Weltweit an verschieden Stränden. Auch 61.000 verlorene Turnschuhe trieben vor sich hin von Alaska bis Hawaii. Einen kleinen Vorteil ergab sich trotzdem daraus. US-amerikanische Ozeanografen bedienten sich der Situation, um die Erforschung der Meeresströmungen zu betreiben.

Funketiketten könnten bei der Bergung verlorener Container helfen

Funketiketten auch genant RFID senden Radiowellen die empfangen werden können. Sie könnten zu einer besseren Anordnung der Container auf Schiffen führen. Hier müsste die Rederei sich verpflichten ihre verlorenen Container auch wieder zu bergen. Der Containertransport muss verantwortungsvoller werden und zur Sicherheit der Weltmeere beitragen.