Weltweiter Wassermangel breitet sich aus, 33 Länder ohne Wasser im Jahr 2040



Wassermangel Pixabay Lizenz CC0 Public Domain 

Sei es für den Anbau von Getreide, Produktion von elektronische Artikel wie Handys, Tierhaltung oder nur zum Trinken, Wasser wird immer benötigt. Da die Weltbevölkerung wächst wird aber immer mehr Wasser verbraucht. Ein Gut, dass immer knapper wird. Laut Berechnungen der Vereinten Nationen könnten im Jahr 2040 schon 33 Länder große Probleme bekommen.

Von Edgar Schülter - 22. Februar 2018

In Portugal herrscht zur Zeit eine der größten Dürren der letzten 100 Jahre. Ein Vorgeschmack für das, was bald passieren wird? Auch Spanien und Griechenland gehen immer mehr in Richtung Wasserknappheit. Schon jetzt muss in Griechenland Wasser vom Festland auf die Inseln exportiert werden. Technologien um das Meerwasser zu entsalzen, sollen für Abhilfe sorgen.

In Asien jedoch scheint das Problem gravierender zu sein. Als besonders gefährdet gelten Bahrain, Kuwait, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate und Israel.

Dabei ist Jordanien als Beispiel für die These, dass der Anstieg der Bevölkerungszahl die Wasserversorgung schnell an ihre Grenzen bringt, zur bitteren Realität geworden. Durch Zuwanderung der Flüchtlinge wurde das Wasser im Königreich südlich von Syrien und östlich von Israel sehr knapp.

In Indien, wo es gerade beim Monsun es viel Regnet, fielen die Niederschläge jedoch in den letzten zwei Jahren sehr gering aus. Bisher sind 300 Millionen Menschen von der Dürre betroffen.

In China, dass sich industriell sehr rasch entwickelte, wurde umgekehrt proportional das Wasser immer knapper. Durch eine Umleitung von Flüssen soll der trockene Norden besser versorgt werden. Man versucht auch die Ernährung von Reis auf Kartoffeln umzustellen, da die letztere weniger Wasser benötigt beim Anbau. Aber gerade die chinesische Industrie die z. B. Europa mit allen möglichen Waren versorgt, konsumiert astronomische Mengen an Wasser. Auch die starke Verschmutzung der Gewässer wird somit die Lage verschlechtern.

Nestlé besteht darauf, dass Wasser kein Menschenrecht ist!

So behauptet Peter Brabeck von Nestlé, dass Wasser kein Allgemeingut ist, sondern ein Produkt mit Marktwert. So hat ja Nestlé schon in Algerien die Wassernutzungsrechte erworben. Die Bevölkerung hat schon keinen Zugang mehr zu diesem Wasser. Wer Geld hat darf trinken, wer arm ist darf verdursten. Auch die EU scheint die Idee der Wasserprivatisierung nicht abwegig, schließlich drohten Sie Griechenland seine Wasserwerke in den neuen Privatisierungsfonds einzubringen, andernfalls gäbe es keine neuen Kredite mehr. Athen knickte daraufhin ein.

So wandern lebenswichtige Güter immer schneller in die Hände der Neoliberalen Superreichen die die Welt kontrollieren wollen. Das ist eben der Ausverkauf des Menschenrechts. Bleibt abzuwarten ob eines Tages nicht auch noch die Luft privatisiert wird.

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 Es ist das Jahr ohne Sommermonsun. Trinkwasser ist knapp und kostbar wie nie zuvor. Es ist nicht der Anfang der großen Klimakatastrophe. Sie hat längst begonnen - nur wissen es Wenige.