Varoufakis: „Griechenland wird Sklave der Troika bleiben“

Yanis Varoufakis bei Parteigründung MeRA25 - Screenshot YouTube
Yanis Varoufakis, Ex-Finanzminister Griechenlands, der mit der linken Partei „Syriza“ brach, als diese sich dem Diktat der Troika beugte, sprach gestern bei der Gründung seiner neuen Partei – MeRA25. Dabei lies er kein gutes Haar an Griechenlands verlassen des „Rettungsschirms“ der Troika.

Von Rui Filipe Gutschmidt - 28. März 2018

Der ehemaligen Finanzminister Griechenlands - der erste, der Wolfgang Schäubles Austeritätspolitik denunzierte - meldete sich bei einer Pressekonferenz wieder zu Wort. Zu diesem Anlass, wurde die neugegründete Partei MeRA25 (Ableger der linken DiEM25 Bewegung) vorgestellt. Das Verlassen des Konsolidierungsprogramms unter Kontrolle der Troika, nennt Varoufakis „die giftigste Lüge überhaupt“.

Weiter meinte der Finanzrevolutionär, dass Griechenland nach dem Memorandum „die gleichen Fallen der Troika“ vorfinden wird, obwohl die Gläubiger einen anderen Namen annehmen und, „trotz aller Glückwünsche“, werde es nie „ein normales Land innerhalb der Eurozone sein“ und es würde auch nicht das gleiche (niedrige) Niveau der Überwachung genießen, wie Portugal.

So sagte der Ex-Finanzminister, dass Griechenland weiterhin der „Sklave der Troika“ bliebe. Doch er wurde noch deutlicher, als er einen Vergleich mit den Methoden der CIA anstellte. „Nach dem 11. September benannte die CIA Folter in 'erweiterte Verhörtechnik' um und in Brüssel sagt man jetzt 'erweiterte Überwachung'. Sie hätten wenigstens etwas erfinderischer sein können.“

Doch auch Premierminister Alexis Tsipras wurde kritisiert und für Griechenlands Zukunft sieht Varoufakis eine sehr schwere Zeit voraus. Die von ihm mitbegründete Bewegung DiEM25, die eine erneuerte Linke in Europa schaffen möchte, hat in Griechenlands neuer Partei MeRA25 einen von vielen noch zu gründenden Ableger. Yanis Varoufakis kehrt somit in die Griechische Politik zurück, nach dem er sich in Europa mit Verbündeten einer neuen, gerechteren Finanzwelt gewidmet hat. Manchem Bankster wird es Angst und Bange, wenn er sich vorstellt, dass die Pläne des Griechen umgesetzt werden könnten.

Hier ein Video von Euronews zum weiteren Infos: