Wozu Diesel wenn es Elektrische Autos gibt ?


E-Autos beim Aufladen - Pixabay Lizenz CC 0 Public Domain

In diesen Tagen fühlen sich Besitzer von Dieselfahrzeugen durch die Regierung und der Automobilindustrie verschaukelt und alleingelassen. Aber es gibt ja eine saubere Lösung für unsere Städte. E-Autos sollen für bessere Luft sorgen und werden zudem von der Regierung mit bis zu zehn Jahren Steuerfreiheit beglückt. Ist das die Lösung oder fahren die Autofahrer in eine neue Falle?

Von Edgar Schülter - 8. März 2018

Auf deutsche Schrottplätzen landen zur Zeit gute Autos, weil Sie keiner mehr haben will. Die Ersatzteilhändler freuen sich und die Autoindustrie hat ja sowieso ihr Geld gemacht.
Selbst die Manager bekommen tolle Boni ausgezahlt oder Traumrenten. Der einzige Geschädigte? Der Dieselfahrzeugbesitzer selbst.

Nun soll aber eine neue Umweltfreundliche alternative angeboten werden. Ist es jedoch so vorteilhaft ein E-Auto zu kaufen oder zu besitzen?

Wir zählen hier einige gravierende Nachteile vom E-Auto auf:

1. Nicht viel Platz für Gepäck: 

Bei den meisten Strom betriebenen Autos benötigt die Batterie soviel Platz, dass der Laderaum in Mitleidenschaft gezogen wird. Schlecht für Koffer oder Einkäufe.

2. Verletzungsgefahr auf den Straßen: 

Fahrradfahrer oder Fußgänger verlassen sich auch auf ihr Gehör. E-Autos produzieren aber bis 50 km/h so gut wie keine Geräusche. Solange man das E-Auto nicht sieht, ist es quasi nicht da.
Es soll ein Gesetzt rauskommen, bei dem mit künstlichen Geräuschen das Problem gelöst werden soll. Bis dahin werden die Nicht-Autofahrer von den mitunter plötzlich auftauchenden Stromern überrascht.

3. Geldverlust wegen der Batterie: 

Batterien sind das teuerste an den E-Autos und verlieren mit der Zeit an Kapazität und an Leistung. Autohersteller halten sich bezüglich Batteriekosten eher bedeckt. Eine Angabe vom Ford Focus Electric, die einen Preis von 11.000 Euro angibt lässt erahnen, dass der Ersatz des Batteriepacks teuer wird.

4. Engpässe und Rangeleien beim Strom "tanken":

Aufgrund der Verbreitung von Elektro-Autos entstehen Engpässe bei Ladestationen. In Kalifornien wurde einem Autobesitzer das Ladekabel mit einer Schere durchgeschnitten...

5. Reparaturstress:

Die Wartung von E-Autos setzt besondere Kenntnisse und eine spezielle Ausbildung voraus. Leider gibt es noch nicht genug ausgebildete Mechaniker um den Bedarf zu decken. Eingriffe von unerfahrenem Personal wird dem Fahrzeug schnell Schaden zufügen.

6. Problematik der Ladestationen:

Trotz anhaltender Forderungen nach mehr öffentlichen
Ladestationen lädt die Mehrheit der Elektroauto-Besitzer über Nacht zu Hause. Gerade Großstadtbewohner verfügen jedoch in den seltensten Fällen über einen Parkplatz mit Stromanschluss, geschweige denn über ein eigenes Haus mit Garage und Wall-Box. Hier kommt also nur das Laden am Arbeitsplatz oder eben alternativ – falls in der Nähe vorhanden – an öffentlichen Ladestationen in Frage. Für Großstädter ohne direkten Zugang zu Lademöglichkeiten gibt es bislang leider noch keine wirklich zufriedenstellende Lösung.

Abgesehen davon dauern die Ladungen sehr lange und die Reichweite beträgt in den meisten Fällen nicht mehr als 250 Kilometer.