Geisternetz in der Karibik gefunden

Geisternetz Pixabay Lizenz CC0 Public Domain 

Geisternetze sind ein globales Problem. Durch Meeresströmungen werden Sie oft weit weg getragen von den Fischerbooten bei denen diese verloren oder Weggeworfen werden.
Jetzt fand man eins in den Kaiman-Inseln, Hunderte von Fischen verendeten qualvoll.

Von Edgar Schülter - 20. April 2018

Der Taucher sprang geschockt ins Wasser. Am Montagnachmittag fand man vor der Küste der Kaiman Insel ein riesiges verlassenes Fischernetz, in dem sich Hunderte von Fischen verheddert hatten. Scheinbar passierte diese Katastrophe schon seit Monaten und half die Meeresbewohner zu dezimieren. Einige waren schon so verwest, dass man Sie nicht wiedererkennen konnte. Mit einen Messer befreiten die Taucher mehrere Fische und sogar kleinere Haie. Das Netz war mindestens 15 Meter Breit und Tief. Man versuchte das Netz aus dem Wasser zu ziehen, aber durch zusätzlichen Müll, Seile, Kabel und einen Baumstamm war es einfach zu schwer geworden.

Geisternetze können bis 600 Jahre halten

Schon für Meeresbiologen auf den Malediven ist der grausame Anblick von Schildkröten, die ihre Flossen durch solche Netze verlieren, nichts neues.
Täglich gehen auf unseren Meeren Fischernetze verloren, sei es durch unfreiwilligen Verlust oder weil man sie "einfach mal so" entsorgt.
Zuerst verfangen sich kleinere Fische in diesen Netzen die dann wie ein Köder auf größere wirken. Die Sinnlose Todesfalle nimmt alles was Sie kann von Haien, Delphinen, Schildkröten und auch Seevögel. Einmal voll, werden die Geisternetze schwer. Sie sinken dann in die Meerestiefe und die toten Fische fangen an zu verwesen. Dadurch wird das Netz wieder leichter und gelangt wieder an die Oberfläche. Das Teufelskreis beginnt von vorne. Da die Netze aus Kunststoff bestehen, können diese bis zu 600 Jahre lang halten.

Verlorene Netze müssen geborgen werden

So hat der WWF in Deutschland eine Kampagne gestartet, um alte Netze mit Fischkutterbesatzungen und professionellen Tauchern vom Meeresboden der Ostsee zu bergen.

In Australien hat eine Organisation bestehend aus 15 Aborigine-Gemeinden mehr als 13.000 Netze entlang der Küste eingesammelt. Die alten Synthetikfasern können wiederverwendet werden. Der Nylonhersteller Aquafill hat eine Methode entwickelt, dass das Material effizient recycelt und neue Nylonfasern erstellt.

Schade nur, dass man alle die sinnlos getöteten Meeresbewohner nicht auch wiederbeleben kann.