Im Netz gefunden: Brief an die Regierung

Frieden CC 0 Public Domain

Brief an die Regierung, der mit möglichst vielen Unterschriften an Kanzlerin Merkel geschickt werden soll. Unterschreiben Sie bitte, im Namen des Friedens!



Jairo Gomes – 13. April 2018
Aus: Graswurzel Post – Stimmen von Unten


Sehr geehrte Damen und Herren der Bundesregierung,


mit großer Sorge habe ich in den letzten Jahren die Entwicklung der Weltlage verfolgt.

Es war abzusehen, dass sie sich im Lauf der Zeit zuspitzen würde und nun befinden wir uns in einer Situation, die die Gefährlichkeit der Kuba Krise im Jahr 1962 noch übersteigt. Damals gab es nur zwei große Kontrahenten, während heute in Syrien schon zahlreiche Staaten aufmarschiert sind und ihre Waffen auch einsetzen. Zwei von ihnen sind die USA und die Russische Föderation. Wenn in dieser undurchsichtigen Situation jemand einen Fehler begeht, dürfte die Katastrophe, die niemand will, eintreten. Es ist schon schlimm genug und kaum zu ertragen, dass seit 2011 tagtäglich Menschen sterben, dass es zu einer Routine geworden ist, dass menschliches Leben für keine Seite mehr heilig zu sein scheint.


Die Gemeinschaft der Völker, vor allem ihre Vertreter haben auf ganzer Linie versagt. Zu keinem Zeitpunkt, war ein ernsthafter Wille zu erkennen, diesem Blutvergießen auf diplomatischem Weg, ein Ende zu bereiten, auch von Ihrer Seite nicht. Wo ist die früher hochgelobte Diplomatie geblieben, für die Deutschland respektiert wurde? Mit dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen, gibt man die Möglichkeit in einen Dialog zu treten, Einfluss zu nehmen aus der Hand. Bombardierungen oder Hilfe zu leisten beim bombardieren, helfen den Menschen weder in Syrien noch sonst wo auf der Welt, sie töten sie nur.


Und nun stelle ich Ihnen allen und insbesondere Ihnen Frau Bundeskanzlerin eine Frage, die fast rhetorischer Natur sein könnte, wenn man ihr Handeln oder auch Nichthandeln betrachtet. Ist Ihnen bis in letzter Konsequenz bewusst, welche Verantwortung Sie alle auf sich geladen haben, als Sie ihren Amtseid ablegten? Sie schworen Schaden von 80 Millionen Menschen abzuhalten, 80 Millionen Einzelschicksale liegen in Ihren Händen. Frauen, Männer, alte Menschen, Kinder. 80 Millionen Interessen haben Sie gelobt zu vertreten. Nicht die Interessen von einer Deutschen Bank, von Mercedes, von Bayer, oder von Heckler&Koch und von Rheinmetall, von Märkten im allgemeinen. Das sind leblose Institutionen, die nur Leben eingehaucht bekommen, wenn große Teile der 80 Millionen Menschen in ihnen arbeiten. Jedem einzelnen von ihnen sind Sie verpflichtet. Und salopp ausgedrückt, Ihre Bosse sitzen nicht in einem Wolkenkratzer in der Wallstreet, oder in Washington DC an der Pennsylvania Avenue 1600. Nein, die sitzen alle in Deutschland. In Krankenhäusern, Büros, Fabrikhallen, Universitäten, Feuerwehrwachen und vielem mehr.


Ich spreche nur für mich, aber ich denke, dass sich mir viele Menschen anschließen würden, bekämen sie dieses Schreiben zu lesen. Mein Entschluss es Ihnen zu senden, resultiert daraus, das der Spruch, die Geschichte wiederhole sich, Gefahr läuft wieder bestätigt zu werden, hier in Deutschland zum dritten Mal, wenn man die unzähligen Kriege vor dem 20. Jahrhundert außer Acht lässt.Vor allem aber, weil ich meine Familie, meine Freunde und Menschen im allgemeinen liebe, und niemand das Recht hat ihr Leib und Leben in Gefahr zu bringen, auch Sie nicht.


Es gibt noch Menschen die das Grauen des letzten Krieges erlebt haben. Zu Ihren Aufgaben gehört es, dass diese Menschen, das Grauen kein zweites Mal erleben und die Mehrheit kein erstes Mal. Die Mutter meiner erwachsenen Kinder hat sie nicht unter Schmerzen geboren, wir haben sie nicht behütet, bis sie auf eigenen Beinen stehen konnten, nur damit sie dem Versagen von Politik und Diplomatie zum Opfer fallen.

Frau Bundeskanzlerin, bevor Sie Ihr Amt erneut antraten, sagten Sie, Ihr Wunsch sei es Deutschland zu dienen, bitte dann tun sie es auch und setzen Sie sich für Frieden ein. In einem Interview sagten Sie mal, Sie seien bereit, auch unpopuläre Maßnahmen durchzusetzen. Jetzt ist nicht die Zeit dazu, jetzt ist die Zeit, auf die Bevölkerung zu hören und die will keinen Krieg, nicht in Syrien, nicht in Europa und erst recht nicht in Deutschland. Mischen Sie sich unter die Menschen, sprechen Sie mit ihnen, nicht in einer Inszenierung, sondern auf Augenhöhe. Sie werden von niemandem hören, das er einen Krieg will, den sowieso niemand gewinnen würde. Nehmen Sie bitte zur Kenntnis, dass die Mehrheit im Land Frieden will und kein Vertrag und kein Bündnis steht über dem Wunsch nach Frieden eines ganzen Volkes.


Voller Hoffnung auf Frieden
Ein Menschenfreund




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