Vulkanausbruch auf Hawaii – Ist der Kilauea wütend auf die Menschheit?

Kilauea-Vulkan auf Hawai, USA - Pixabay.com CC 0


Der Kilauea ist einer der berühmtesten Vulkane der Welt. Im Zentrum des „Pazifischem Feuerrings“ gelegen, werden diese Ausbrüche und dazugehörigen Erdbeben immer wissenschaftlich ausgewertet. Daher kennt man die Gefahr, die im Erdinneren schlummert. Vielleicht haben wir ein Warnzeichen von Mutter Erde bekommen. Denn jeder Ausbruch kann eine Kettenreaktion nach sich ziehen.

Rui Filipe Gutschmidt 5. Mai 2018

Ein Erdbeben der Stärke 6,9 auf der Richter-Skala hat das Gebiet rings um den Kilauea-Vulkan getroffen. Der Feuerberg war am Donnerstag ausgebrochen und spuckt seither Lava. Aus Sicherheitsgründen wurden 1.700 Menschen evakuiert, die sich in unmittelbarer Nähe befanden.

Das Erdbeben ereignete sich um 12:32 Uhr Ortszeit (23:32 Uhr MEZ) in einer Tiefe von etwa fünf Kilometern und sein Epizentrum befand sich 16 Kilometer südwestlich von Leilani Estates, der Stadt, deren Einwohner am Donnerstag in Sicherheit gebracht wurden.

Es gibt keine Berichte über Opfer oder Sachschäden.

Dem großen Beben gingen zahlreiche kleinere und mittlere Erdbeben voraus, von denen eines mit 5,4 auf der Richter-Skala rund eine Stunde vor dem 6,9er schon eine beachtliche Stärke aufwies. Es folgten etwa ein Dutzend Nachbeben mit zwischen 2,5 bis 4,9.

Dem Vulkanausbruch am Donnerstag waren mehrere Tage mit Erdbeben vorausgegangen. Da sich der Vulkan im südöstlichen Teil der Insel Hawaii, der größten Insel des Archipels, befindet, auf der etwa 185.000 Menschen leben, besteht für die meisten Bewohner keine unmittelbare Gefahr. Doch alles, was dem Lavafluss in die Quere kommt verbrennt, auch wenn sich an dieser Stelle das zähflüssige Gestein nur sehr langsam die Berghänge herab bewegt.

Allerdings sollte man einen Vulkanausbruch nie unterschätzen. Schaulustige, Hobbyvulkanologen und sogar langerfahrene Profis sind schon bei scheinbar harmlosen Ausbrüchen ums Leben gekommen. Die größte Gefahr aber liegt bei dem, was wir nicht sehen und bei dem, was sich im Erdmantel, direkt unter der Kruste, so alles abspielt. Noch weitgehend unerforscht, und vor allem unberechenbar, sind die Vorgänge im Pazifischem Feuerring, bei dem Erdbeben und Vulkanausbrüche wie in Wellenbewegungen stattfinden und wo ein größerer Ausbruch an einem Ort immer auch eine Warnung für alle anderen Orte innerhalb des Kreises ist.

Wissenschaftlich ist dabei kein Muster nachgewiesen – oder zumindest ist keines bekannt. Doch in den Tiefen der Erdkruste nach Öl oder Gas zu bohren, das unter Druck dort lagert oder mit Wasserdampf in der Frakingmethode herum zu experimentieren, kann nicht gut sein. Unterirdische Atombombetests, die jetzt auch von Nordkorea nicht weiter durchführen will, sind ein noch grösseres Übel. Also auch wenn es keiner sagen will, aber Mutter Erde hat den Menschen satt und irgendwann putzt sie die Menschheit weg.

Es sei denn, wir entwickeln Schutzmaßnahmen vor möglichen Katastrophen statt Massenvernichtungswaffen. Früher wurden Vulkane als Götter verehrt und gefürchtet. Damals hätte man sicher gesagt, dass der Kilauea wütend ist auf eine verantwortungslose Menschheit.