Italiens rechtsnationaler Innenminister blockiert Häfen für Flüchtlinge

Flüchtlingsboot - screenshot YouTube

Ein Boot mit mehr als 600 Flüchtlinge kreuzt ziellos zwischen Sizilien und Malta. Italien und Malta weigern sich weiterhin Flüchtlinge aufzunehmen.

Edgar Schülter 11. Juni 2018 - 1 Jahr Info-Welt.eu

Sie sind knapp vor dem Tod entkommen, doch nun weigert sich Italien die 629 Migranten in einen Hafen des Landes einlaufen zu lassen.

Deswegen kreuzt das Flüchtlingsboot „Aquarius“ seit Sonntag zwischen der Seegrenze vom EU Staat Malta und der italienischen Insel Sizilien ziellos umher. Die Mannschaft weiss nicht so recht wo sie das Boot mit den geretteten Menschen hinbringen soll.

Malta will die Flüchtlinge auch nicht haben und erklärt, dass es nichts mit der Rettungsaktion zu tun zu hat.

Flüchtlingstop wurde bereits im Wahlkampf versprochen

Der italienische Innenminister Matteo Salvini hatte bereits im Wahlkampf versprochen, das zukünftige Einreisen von Flüchtlingen nach Italien unterbunden werden. Er gehört der rechtsnationalen Partei „Lega“ an.

Salvini begründete seine Entscheidung damit, dass Malta niemanden hinein ließe, Frankreich Menschen an der Grenze zurückweist und Spanien seine Grenzen mit Waffen verteidige. Also würde auch ab sofort Italien nein sagen zum „Menschenhandel“ und zum „Geschäft der illegalen Einwanderung“.

In den vergangenen Jahren haben mehr als 600.000 Menschen Italien aus Afrika mit Flüchtlingsbooten erreicht.

UNO will eine schnelle Lösung durchsetzen

Die UNO appelliert an alle Beteiligten eine rasche Lösung zu finden. Das ziellose hin und her fahren des Bootes gefährde die Gesundheit Hunderter von Menschen. Diese müssten dringend versorgt werden.