EU abgeordneten Rente von 6000 Euro droht die Kürzung

EU Parlament Pixabay CC0 Public Domain 


Der EU-Pensionsfonds steht kurz von der Pleite. Nun soll das Renteneintrittsalter von 63 auf 65 Jahre steigen, außerdem ist ein Solidaritätsabschlag von fünf Prozent auf die Rentenzahlung angedacht.

Edgar Schülter 29. Juli 2018

Der Fonds weist eine gewaltige Lücke auf. Schon im Jahr 2016 beliefen sich die Ansprüche der ehemaligen Abgeordneten auf 472,6 Millionen Euro aber in der Pensionskasse waren nur 146,4 Millionen Euro zur Verfügung. Also ein Defizit von 326,2 Millionen Euro.

Jetzt kommt das beste. Geht der Fonds Pleite und es sieht ganz danach aus, haftet das EU Parlament für die Ausfälle. Also der europäische Steuerzahler oder eben wir.

Zur Zeit gibt es 758 pensionierte Mitglieder und noch 76 amtierende Abgeordnete, die alle, laut einem Bericht, noch zusätzlich eine Monatsrente von 1.900 Euro erhalten. Damit der Pensionsfonds nicht so schnell Pleite geht, soll das Rentenalter von 63 auf 65 erhöht werden. Doch die Abgeordneten wollen das nicht hinnehmen. Seit der Einführung des EU- Abgeordnetenstatus aus dem Jahr 2009 (Die große Schuldenkrise Krise war im Jahr 2008), erhalten alle Abgeordneten einheitliche Diäten und eine beitragsfreie Pension von 6.000 Euro monatlich.

Außerdem hat ein EU-Abgeordneter noch andere Privilegien. Kommt das Europaparlament zusammen erhält ein Abgeordneter einen Tagegeld von 304 Euro. Wird ein Abgeordneter mal Krank hat er Anspruch auf zwei drittel seiner Ausgaben für medizinische Versorgung. Wird man nicht wiedergewählt steht ihnen zwei Jahre Übergangsvergütung in Höhe von einen Monatsgehalt pro Jahr ihrer Amtszeit zu.

Sie dürfen immer erster Klasse reisen was den Steuerzahler jährlich 14 Millionen Euro kostet.

Sie wohnen meistens in Luxuswohnungen und können sich die besten Restaurants in Brüssel leisten.

Es ist aber schon fraglich was ein EU-Abgeordneter alles so leistet. Die wichtigsten Entscheidungen werden ohnehin im Bundestag getroffen. Wenn es brenzlig wird treffen sich sowieso die EU Minister zusammen um alles zu regeln. Naja es heißt Sie sollen ihre Wählerschaft im EU Parlament vertreten. Doch der praktische Nutzen davon kann sich jeder selber denken...