EZB beim nächsten Abschwung hilflos

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Eine Verschlechterung der Wirtschaftlichen Lage scheint im Anmarsch zu sein. Kein wunder wenn Erdöl wieder teurer wird und überall Strafzölle verhängt werden. Die EZB hat allerdings ihr Pulver bei der letzten Krise bereits verschossen.

Edgar Schülter 16. Juli 2018

So warnte bereits Bundesbank Präsident Jens Weidmann die Bundesregierung von Konjunkturrisiken. Die politischen Bedingungen für eine Konjunkturabkühlung sind bereits im Anmarsch. Zur Zeit ist jedoch noch alles Intakt und meistens werden in solchen Fällen nie Vorsorge getroffen.
Ach ja wie war das nochmal damals bei der letzten Krise mit der Pleite von der Bank Lehman Brothers? Da sagte eine Kanzlerin Merkel „Wir sind Immun“ und im Handumdrehen war Europa mitten in der Krise...

Seit dem letzten Frühjahr ist Eintrübung in der deutschen konjunkturellen Lage eingetreten. Die Exporte von denen gerade Deutschland lebt werden rückläufig und auch die Auftragseingänge in der Industrie lassen nach. Die Wachstumsprognose wurde bereits gesenkt von 2,5 auf 2,0 Prozent. Die Konjunktureintrübung steigt sogar stärker als erwartet. Schuld daran, laut Weidmann, sei vor allem die protektionistische Handelspolitik der US Regierung.

Was kann die EZB im Krisenfall noch machen?

Nicht mehr viel, denn für ihre Maßnahmen, wie bei der letzten Krise die Wirtschaft durch ein Anleihekaufprogramm zu stützen ist einfach so gut wie kein Spielraum mehr vorhanden. Hinzu kommt noch die hohe Verschuldung vieler Eurostaaten, die ebenfalls die Möglichkeiten sehr eingrenzen um höhere Ausgaben abzufedern. Das wiederum senkt das vertrauen an den Finanzmärkten.

Aber vor allen Dingen ist der ganze Nutzen der US Strafzollpolitik selbst für die USA sehr fraglich. Letztendlich beruht Donald Trumps Entscheidung Strafzölle einzuführen auf einer Milchmädchenrechnung. Er geht davon aus, dass die USA zu viel importieren und vergisst das sehr viele amerikanische Unternehmen ihren Sitz im Ausland haben.
Der ganze verdienst dieser US Unternehmen im Ausland erscheint nicht in seiner Bilanz. Wie schon ein Chinese meinte : „Die Amerikaner tun mir wirklich leid.“