Kinder bekommen keine Energiedrinks mehr in den Niederlanden

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Bei Aldi und Lidl bekommen Kinder keine Energiedrinks mehr. Zu viel Zucker, zu viel Koffein, einfach ungesund.

Edgar Schülter - 06. Juli 2018

Ab dem 1. Oktober gilt die Regelung für Kinder unter 14 Jahren, so die Information von Aldi. Lidl zieht mit und so werden keine Energiedrinks mehr an Kinder verkauft.

"Indem wir Energiedrinks nicht mehr an Kinder verkaufen, stimulieren wir sie, eine gesündere Wahl zu treffen." So die Aussage der Discounter.

Energiedrinks haben einen sehr hohen Anteil an Koffein und Zucker. Die Ärzte warnen, dass diese als Folge Unruhe, Übermüdung und Herzrhythmusstörung hervorrufen können.

So forderte auch der niederländische Verband der Kinderärzte Anfang des Jahres ein generelles Verbot von Energiedrinks für alle die unter 18 Jahre alt sind. Das Gesundheitsministerium aber hat diese Forderung abgelehnt. Es wird empfohlen das Kinder bis zum 14. Lebensjahr auf diese Drinks verzichten sollen. Schulen haben schon solche Drinks aus der Kantine entfernt.

In anderen Ländern zeigt sich eine gleiche Tendenz, um den Verkauf von Energiedrinks einzuschränken. So hat Großbritannien den Verkauf für unter 16-Jährige verboten.

Vorreiter war Litauen, das schon im Jahr 2014 mit einem solchen Verbot anfing.

Todesfälle unter Teenagern gab es schon oft

Eine tödliche Kombination sind mehrere Energiedrinks und Sport. Koffein treibt die Produktion von Adrenalin an und es erhöht den Blutdruck. Betreibt man auch noch Sport der das Herz-Kreislaufsystem zusätzlich belastet, kann es gerade bei unentdeckten Herzfehlern gefährlich werden.

Leider sind schon Teenager bei höheren Konsum an Koffein gestorben. Selbst bei einem gesunden 16-Jährigen hat eine Obduktion eine tödliche Herzrhythmusstörung ergeben.

Auch die Kombination von Energiedrinks mit Alkohol steigert das Risiko auf einen Kreislaufkollaps. Kinder sind einfach gefährdeter, weil sich das Koffein auf weniger Körpermasse stärker verteilt.