Niemand braucht die NATO

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Bald findet der nächste NATO-Gipfel statt und wenn Donald Trump dort auftaucht, wird er nur ein Hauptthema haben: Mehr Geld fürs Militär. Aufrüstung gegen Russland. Bis auf die Rüstungsindustrie und die Kriegsfanatiker braucht niemand die NATO.

Marco Maier - 7. Juli 2018

Eine der unsinnigsten multinationalen Organisationen der Welt ist die NATO. Mit dem Zusammenbruch des sozialistischen Ostblocks avancierte das westliche Militärbündnis von einem US-geführten Verteidigungsbündnis hin zu einem globalen Unruhestifter und Angriffskriegsbündnis. Ohne die künstliche Schaffung von neuen Feinden gäbe es noch nicht einmal mehr eine Existenzberechtigung für die Kriegstreiberallianz, deren Selbstzweck offenbar lediglich in der Fütterung jenes Monsters liegt, welches gemeinhin als "Militärisch-Industrieller Komplex" (MIK) bezeichnet wird.

Rief US-Präsident erst gestern wieder die europäischen NATO-Mitglieder und allen voran Deutschland dazu auf, die Rüstungsausgaben massiv in die Höhe zu fahren, so wird er dies beim baldigen NATO-Gipfeltreffen in Großbritannien ziemlich sicher erneut tun. Wozu das Ganze? Für Jobs in der Rüstungsindustrie und bei den Militärs? Jede Milliarde die zusätzlich in den Kriegsapparat gesteckt wird, fehlt schlussendlich bei den Schulen, Straßen, Brücken, Krankenhäusern usw., während viele europäische NATO-Staaten so schon genügend finanzielle Probleme haben.

Je mehr man sich die bisherigen "Erfolge" der NATO betrachtet, umso stärker muss man zum Entschluss kommen, diese Organisation auf dem Sondermüllhaufen der Geschichte zu entsorgen. In Afghanistan beispielsweise ist die NATO mit dem größten Kontingent an Soldaten vertreten. Offiziell um die Taliban und den Opiumanbau zu bekämpfen. Doch die Islamisten gewinnen immer mehr Territorien hinzu (und kontrollieren inzwischen ein größeres Gebiet, als sie es zur Zeit der NATO-Invasion taten) und die Opiumernte erreichte beispielsweise letztes Jahr einen Rekordwert, weil die Anbauflächen für den Schlafmohn geradezu explodierten.

Und was ist mit der zweitgrößten Militäraktion der NATO, also mit jener gegen Libyen? Ganze 14.200 Bombenangriffe wurden gegen das damals von Oberst Gaddafi geführte Land geflogen, mit denen die gesamte Infrastruktur vernichtet und ganze Städte zerstört wurden. Das Ergebnis: Ein "failed state" mit konkurrierenden Warlord-Regierungen und eine Flut von afrikanischen Migranten, die über das Mittelmeer nach Europa drängen und damit auch ein enormer Stimmenzuwachs für jene Parteien, die sich gegen die starke Zuwanderung aussprechen. Eigentlich haben sich die europäischen NATO-Staaten mit diesem Einsatz sogar massivst selbst geschadet.

Der aktuelle Konflikt mit Russland ist da nicht viel anders. Ohne die imaginäre "russische Bedrohung" wäre es kaum möglich, der Bevölkerung den massiven militärischen Aufbau zu verklickern, der Unsummen an Steuergeldern zugunsten des Militärisch-Industriellen Komplexes verschlingt und über kurz oder lang dazu führt, dass Moskau den Europäern tatsächlich feindselig eingestellt sein wird. Nicht deshalb, weil man in Russland die Europäer (oder die Amerikaner) tatsächlich hassen würde, sondern weil man die Russen in die Ecke drängt und sie mit Propaganda und Lügen in ein schlechtes Licht rückt.

Es ist absolut an der Zeit, die NATO aufzulösen und an einer friedlichen Zukunft mit den Nachbarn zu arbeiten. Wir brauchen in Nordafrika, im Nahen Osten, in Osteuropa oder in Zentralasien kein Unheil anzurichten, welches uns schlussendlich mehr schadet als nützt. Und all die vielen Milliarden fürs Militär wären in zivilen Infrastrukturprojekten deutlich besser aufgehoben.



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