Was ist los am Südpol?

Antarktische Berge in der Mitternachtssonne - DLR German Aerospace Center - Flickr.com CC BY 2.0

Große Fragen stellen sich in Bezug auf klimatische Veränderungen. Was ist dran?

Noel Nascimento – 10. Juli 2018

Der Südpol ist und bleibt die am meisten von Geheimnissen umwobene Gegend der Erde. Die Antarktis ist kälter als der Nordpol und in vielen Ecken für praktisch alle Lebewesen unbewohnbar. Sogar Mythen und Legenden umhüllen den eisigen Kontinent. Die Länder, deren Regionen fast bis dort runter reichen, Chile und Argentinien und die ihre Grenze im Beagle-Kanal haben, spüren am meisten die großen Einflüsse der Meeresströmungen und der Winde die aus der Südpolarregion wehen. Aber auch Uruguay und der Süden Brasiliens bekommen etwas davon ab.

Die erste überraschende Folge bemerkbaren, bewiesenen, menschlichen Einflusses war das durch Industrieabgase verursachte Ozonloch, noch in den achtziger Jahren. Darunter litt erstmals die Bevölkerung einiger Dörfer im Süden Chiles. Berichten zufolge soll sich das Ozonloch wieder verringert haben. Davon ist seit mehreren Jahren nicht mehr die Rede. Woran ließe sich dann feststellen, dass noch Schäden dadurch im stärkeren Maße entstehen? Weil andere wissenschaftliche Informationen aus unbekannten Gründen fehlen, können nur Berichte und normative medizinische periodische Veröffentlichungen über Hautkrebs von ärztlichen Vereinigungen aus Brasilien, Argentinien, Chile und Uruguay einen Hinweis geben. Laut diesen Berichten von der Universität von Sao Paulo (Brasilien) und Santiago (Chile) ist die Anzahl der Patienten in Behandlung wegen Hautkrebs in den beiden Länder seit den neunziger Jahren um rund 250% gestiegen und somit nur mit den Zahlen von Prostatakrebs bei Männern und Brustkrebs bei Frauen vergleichbar. Dies war vor etwa 25 Jahren gar nicht der Fall.

Es lässt sich auch sehr leicht feststellen, dass sich die Bio-Vielfalt im Meer stark verringert hat. Die kleinen Fischerboote von Fischerdörfern in Südbrasilien, die vor fünfzig Jahren jeden Morgen voller Fische aller Sorten und Spezies nach einer dreistündigen Fahrt in etwa einem Kilometer Entfernung von der Küste ihren Fang machten und sie an die Besucher und Strandtouristen verkauften, beklagen die Knappheit und die ersichtliche Verminderung der Fischsorten die es noch gibt. Dank den großen Reedereien.

Es ist es nicht sicher, dass schon vor Jahrhunderten einige Strandflecken nicht vom Meer eingenommen wurden und ob es kein zyklisches Phänomen sein kann. An anderen Ecken war das Meer schon drin und verzog sich wieder, während die Generationen vor uns, dieser Sache keine besondere Aufmerksamkeit schenkten. Festzustellen ist, dass Verschmutzung einiges verseucht und kaputt macht, Flussarme und Kanäle verstopft sind, die ihrerseits wohl einen Einfluss an der Mündung und Wiederkehr von manchen Gewässern, sowie auch auf die Biosphäre haben. Das manche Eisblöcke sich vom Festland des Kontinents abbrachen, kann keinesfalls davon bezeugen, dass es erstmalig ist. Forscher von unterschiedlichen Universitäten Brasiliens und Argentiniens kommen nicht zu entscheidenden Schlüssen. Studenten die gemeinsame Fahrten der Universitäten auf Forschungsschiffen von vor zwei Jahrzehnten waren, und letztlich zur gleichen Jahreszeit, gleiche Gebiete besuchten, waren überzeugt, dass offensichtliche Veränderungen in verschiedenen Tälern festzustellen sind. Wassertemperaturänderungen wurden nicht festgestellt, was jedoch auf bloße natürliche Veränderungen deutet, die für das menschliche Auge einen eindrucksvollen Anblick darstellen. Der kälteste Fleck der Erde, der nordöstlich des Kontinents liegt und wo Temperaturen bis zu - 97 Grad Celsius im Winter erreicht werden bleibt für praktisch alle uns bekannten Lebewesen unerreichbar. Für uns sowieso.

Als einzige klare Beobachtung einer noch nie dagewesenen Überflutung bleibt der Hafen von Rio Grande, im Süden Brasiliens, wo eindeutig der Wasserspiegel auf bemerkbare Art in den letzten zwanzig Jahren stark anstieg. Bei anderen großen Städten an der Küste, wie Buenos Aires (Argentinien), Montevideo (Uruguay) und Porto Alegre (Brasilien) ist nichts deartiges zu beobachten. Es lässt sich dabei leider damit nur eines feststellen von dem man sich vergewissern kann, dass es, wenn wirkliche große Reaktionen auf menschliche Wirkung gibt, diese nur festzustellen sind wenn sie komplett auftreten.

Fracking wird am Südpol noch nicht betrieben. Durch die korrupte Regierung von Michel Temer, dem brasilianischen Vampir, wird das Amazonasbecken, durch Privatisierung der brasilianischen Ölgesellschaft Petrobras, für Shell und Exxon freigegeben. Fauna, Flora und Ökosystem des größten Flusssystems der Erde werden zu einem erheblichen Teil beeinträchtigt. Die Lufttemperatur wie auch die Luftfeuchtigkeit in der südlichen Hemisphäre bleiben bislang noch stabil und keine besondere Änderungen oder Phänomene wurden gemessen die nicht auf selten vorkommende natürliche Gegebenheiten schließen lassen.

Im Ganzen ist der menschliche Einfluss durch die Verschmutzung der Strände mit Öl und Müll aus den großen Passagierschiffen und Verstopfung von Flüssen, stinkenden Seen und Plastikmüll im Meer für jeden Strandbesucher und Taucher zu besichtigen. Die größte menschliche Fähigkeit, die Zerstörung, ist überall bemerkbar.

Erneute Berichte können eventuell die Pinguinkolonien liefern, die weiterhin gesichtet werden. Sie sind noch intakt. Bewohner und Besucher von Neuschwabenland und vertriebene Pinguine die in deren jeweiligen Kolonien etwas verbrochen haben und an dem Rand der irdischen Scheibe leben müssen, berichten dass es leider noch keine fliegenden Untertassen gesichtet wurden, die auf dem Weg zur Rettung der Menschheit unterwegs wären.

Es sieht tatsächlich so aus, als wären wir uns selbst ausgeliefert.