Wie lange kann der Mensch leben?

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Gibt es ein Höchstalter? Eine Studie zeigt, ist man einmal 105 kann es noch für viele Jahre weitergehen

Edgar Schülter 3. Juli 2018

Nach einer Studie nimmt das Risiko nächstes Jahr zu sterben nicht zu wenn man 105 Jahre erreicht hat. Um dieses Ergebnis zu kommen wurden Daten von mehreren tausend hochbetagten Italienern ausgewertet. Dabei wurde eine neue Debatte entfacht ob es überhaupt ein Höchstalter gibt.

So behauptet der Studienautor Kenneth Wachter von der University of California in Berkeley, das bei der Lebenszeit des Menschen bisher keine feste Obergrenze in Sicht ist.

Während die Natur uns zeigt, das es sehr wohl möglich ist ein hohes alter zu erreichen, wie man es bei manchen Insekten oder Würmern sieht, ist bei Forschern die frage noch sehr umstritten ob das Sterberisiko bei Menschen im hohen alter ein konstantes Niveau erreicht.

Letztere Analysen von Wachter ergaben, dass bis zu einem Alter von 80 Jahren das Sterberisiko steigt. Der Grund läge an Risiken wie Herzinfarkte oder Krebs. Bei älteren Menschen hingegen nimmt wieder dieses Risiko ab. Letztendlich wenn man dann das Alter von 105 Jahren erreicht, steigt auch das Sterberisiko nicht mehr.

Laut Wachter hängt es damit zusammen, dass gebrechliche Menschen eben früher sterben und somit die robusten, die übrig bleiben, extrem alt werden können. Der zur Zeit älteste Mensch ist die 117 Jahre alte Japanerin Chiyo Miyako. Diese kann also theoretisch noch viele Jahre vor sich haben. Gibt es also ein gleichbleibendes Niveau des Sterberisikos, dann kennt das alter auch kein Limit.

Jedoch behauptet Jay Olshansky, Experte für Biodemografie an der Universität von Illinois in Chicago, dass es im Körper Suchzellen gibt die sich nicht weiter teilen wie Neuronen. Diese Zellen regenerieren sich nicht. Sie verkümmern und sterben mit fortgeschrittenen alter ab. Das setzt den Menschen eben von der Lebenszeit her natürliche Grenzen.