Zeckenalarm - Der Sommer 2018 könnte extrem werden

Pixabay Lizenz CC0 Public Domain 


Forscher warnen, 2018 könnte ein extremes Zeckenjahr werden. Das Risiko für Infektionen wie FSME und Borreliose steigen daher. Wer im freien unterwegs ist sollte seine Haut gründlich absuchen.

Edgar Schülter 01. Juli 2018

So glaubt das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung (DZIF), dass 2018 die höchste Anzahl an Zecken der letzten 10 Jahre haben wird. Seit dem Jahr 2009 wird die Ausbreitung vom FSME Virus in Deutschland von dem Institut für Mikrobiologie der Bundeswehr in München untersuchtZecken übertragen den Meningoenzephalitis Virus (FSME), der eine Entzündung des Gehirns und Hirnhäute verursacht.

Dabei wurde ein Modell entwickelt mit dem sich die Zeckendichte schon im Winter für den jeweils kommenden Sommer voraussagen kann.

Bei den Gebieten, die ein erhöhtes Risiko aufweisen FSME zu übertragen, sollte man sich unbedingt impfen lassen. Alleine im Jahr 2017 erkrankten bereits zirka 500 Menschen an FSME. Dabei traten 85 Prozent der Fälle in Bayern und Baden Württemberg auf. Auch in Norddeutschland gab es schon Infektionen wie in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern. Jedoch handelt es sich hier eher um Einzelfälle.

Borreliose gibt es in ganz Deutschland

Borreliose wird deutlich mehr übertragen als FSME, da es diesen Erreger leider Landesweit gibt. Im Schnitt treten bei fünf von Hundert Menschen nach einem Zeckenbiss solche Fälle auf. Dabei sollte man beachten, dass bei einem Biss die Zecke schnellstens entfernt werden muss, denn um so schneller man handelt um so geringer ist das Infektionsrisiko. Man sollte die Haut immer nach einem Aufenthalt im freien absuchen. Wird eine Zecke entdeckt nehme man eine spitze Pinzette, möglichst weit vorne an der Bissstelle greifen und mit leichten Rütteln dann entfernen. Drehbewegungen soll man ebenso vermeiden wie den vollgesogenen Körper zu drücken.

Die verletze Stelle sollte dann sorgfältig überwacht werden.
Wer Fieber, Kopfschmerzen und Müdigkeit spürt sollte einen Arzt aufsuchen, da es sich hier um Symptome der Borreliose handeln könnte.