IWF: Griechenland ist noch lange nicht aus dem Schneider

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) warnt vor einem Schuldenkollaps Griechenlands, während sich die europäische Politik in Ignoranz übt. Die Wähler werden doch nur verarscht und betrogen.


Von Marco Maier 02-08-2018

Während die Griechen versuchen, sich von den verheerenden und tödlichen Waldbränden zu erholen, hat der IWF beschlossen, den Schmerz mit einem neuen Bericht anzuheizen, der die Schuldentragfähigkeit Griechenlands in Frage stellt und davor warnt, dass der Bargeldpuffer bis Ende 2022 um die Hälfte sinken wird. Diese werden infolge der Schuldendienst-Erleichterungsmaßnahmen zwar vorübergehend auf 24 Milliarden Euro steigen, doch bis zum Jahr 2022 auf 12 Milliarden Euro sinken.

Um den IWF-Finanzsprech etwas zu verdeutlichen: Die Ökonomen der Institution warnen davor, dass Athen bald schon nicht mehr in der Lage sein wird, sich Geld auf den Finanzmärkten zu leihen. Zudem könne das strauchelnde Land so oder so die Schulden nicht bedienen und werde laut einer Prognose ab dem Jahr 2038 mit einem gewaltigen Wachstum der Kreditkosten konfrontiert sein, welches dann ein Fünftel der gesamten Wirtschaftsleistung fressen wird – also wohl etwa vierzig bis fünfzig Prozent der gesamten Staatseinnahmen. Das ist ein Niveau, welches unmöglich getragen werden kann.

Die ganze "Griechenlandrettung" war von Anfang an eine Farce und dient lediglich der Insolvenzverschleppung – in der Hoffnung, dass die verantwortlichen Politiker bis dahin schon längst ihre Pension genießen dürfen oder gar schon den Gang über den Jordan angetreten haben. Immerhin will man sich die Wahlen nicht versemmeln und wenn dafür die Griechen noch ein paar Jahrzehnte leiden müssen, anstatt endlich reinen Tisch zu machen und dem Land einen Neuanfang zu gewähren, dann ist das eben so. Immerhin geht es hier um Wählerstimmen.