Modeindustrie Millionen für den Müll

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Luxusartikel werden nicht günstiger verkauft wenn ein Überschuss vorhanden ist, sondern einfach vernichtet. Das wird so gemacht, um die Luxusmarke aus Prestigegründen zu schützen.

Edgar Schülter 01. August 2018

So macht es Kleiderhersteller Burberry, der Kleider in Wert von 32 Millionen Euro vom letzten Jahr einfach zerstört hat.

Dabei beruft sich Burberry darauf, dass wegwerfen eben besser sei wie Rabatte anzubieten. Preisreduktionen beschädigen Marge und die Marke. Wer möchte schon ein teures Burberry Kleid im Discountershop sehen?

Aber denken Sie Burberry macht das allein? Nein! So behautet ein Manager und Chef der Uhrensparte LVMH, Jean-Claude Biver: "Wenn sie bei Luxusgütern die Illusion von Prestige zerstören, den Traum, die Preise, zerstören sie das Vertrauen. Das ist der langsame Tod."

Burberry Chef Marco Gobetti will das Unternehmen stärker im Luxus-Segment positionieren. Dafür nimmt er in Kauf, dass ein geringes Wachstum bei Umsatz und Gewinn stattfindet.

Nachhaltigkeit findet in der Modeindustrie selten statt

Laut einer Studie haben wir schon jetzt genug Textilien im Umlauf um den ganzen Planeten mit Kleidung zu versorgen. Aber damit der Konsum weiterhin aufgewirbelt wird pumpen alle große Bekleidungsketten ständig neue Kleidung auf dem Markt.

Hierfür werden auch ständig neue Rohstoffe benötigt, alleine für Baumwolle werden riesige Mengen an Wasser und Chemikalien verbraucht. Die nicht verkaufte Ware wird nicht recycelt sondern eher einfach verbrannt. Selbst wenn es ein bisschen recyceln gibt dann nur mit Unmengen an Chemie, was das ganze nicht gerade Ökologisch sinnvoll ist.

In Wirklichkeit sind es zwei Millionen Tonnen Abfall, welche die Modeindustrie jährlich erzeugt.

Auch wir tragen hier eine Verantwortung. Müssen wir uns unbedingt mit den allerneusten Trends ausrüsten? Muss man unbedingt immer mit der Mode mitziehen um gut auszusehen? Da kann man auch im Kleiderschrank mal nachschauen ob das eine oder andere nicht irgendwie noch zusammenpasst. Die Umwelt bedankt sich.