Zollfreiheit auf afrikanische Produkte kann Migration bremsen

Afrika Markt Pixabay CC0 Public Domain 

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller glaubt daran. Ein offener Handel mit der EU, insbesondere was Agrarprodukte betrifft, hilft den Wohlstand und bremst die Migration.

Edgar Schülter 08. August 2018

Den Handel auf sämtliche afrikanische Güter für Zollfrei zu erklären, insbesondere Agrargüter. Alleine diese Maßnahme kann in Afrika Millionen neue Jobs schaffen. Das kann auch die Migrationsbewegung Richtung Europa bremsen, wenn man neue Chancen bietet. So meint der CSU Politiker Gerd Müller: "Ich bin mir sicher: Afrikas Jugend will und wird sich nicht auf die Flucht begeben und in der Heimat bleiben, wenn es Arbeit und Zukunftsperspektiven gibt."

Jedoch betonte er, dass Europa sich nicht ganz abschotten kann und man müsse in Rahmen eines EU-Afrika Abkommens legale Möglichkeiten einer Arbeitsbeschaffung schaffen. Er meinte dazu noch: "Klar ist aber auch, dass wir von den afrikanischen Ländern im Gegenzug verlangen, abgelehnte Asylbewerber ohne Duldung zurückzunehmen."

42 von 54 afrikanischen Ländern haben im letzten Jahr ein höheres Wirtschaftswachstum als Deutschland gehabt. Afrika hat somit Potential zur Dynamik. Jedoch sind von 3,4 Millionen deutschen Unternehmen nur 1000 in Afrika engagiert. Nach Meinung Müllers viel zu wenig. Dabei werde in afrikanischen Städten mehr gebaut als in den vergangenen 100 Jahren in Europa. Zur Zeit sind aber vor allem chinesische, Türkische und Russische Unternehmen in Afrika sehr aktiv. Verpassen wir da nicht Gelegenheiten?

Natürlich ist es besser Lebensbedingungen in Afrika zu schaffen, als die ganze Migration auf sich zu nehmen. Außerdem würde auch Deutschland bei mehr Investition in Afrika vom Boom mit profitieren.