Aufregende Zeiten – Die Welt zwischen Chaos und Hoffnung. Teil 1

Armageddon, Pixabay Lizenz CC0 Public Domain


Wir leben in einer turbulenten Zeit, soviel ist gewiss. Doch Kriege, Krisen und Korruption drohen die Welt ins Chaos zu stürzen. Ein endloser Kampf um die immer knapper werdenden Ressourcen und um Absatzmärkte ist in vollem Gange. Doch immer mehr Menschen haben es satt, für die Machtinteressen einer kleinen „Elite“ zu weinen, zu schwitzen, zu bluten!
Rui Filipe Gutschmidt - 7. Juni 2018

Der ultrakonservative Nationalismus von Donald Trump ist der neue Weg zur
Bekräftigung der imperialen Vorherrschaft der USA angesichts finanzieller Instabilität und Klimakrise. Die Gefahr eines Atomkriegs ist real geworden. Die NATO, trotz Trumps abwertender Einstellung zu dem Bündnis, wird wie eh und je ein Instrument der Optionen Washingtons sein.“ Das besagt das neue Grundsatzpapier des Bloco Esquerda, Portugals linksprogressiver Partei.

Doch die Kriegsgefahr geht nicht nur von Trump aus. Mit ihm ist ein Krieg aber wahrscheinlicher. Unter dem Deckmantel eines „Antisystempräsidenten“, stützt er genau den Teil Amerikas, der am verachtenswerte sten ist. Es ist das prüde, rassistische, erzkonservative Amerika, dass Amerika des Raubtierkapitalismus, mehr als Neoliberalismus, da der Unternehmer Trump ein Anhänger des Protektionismus ist, und das Amerika des Dollarimperialismus, der Kriege und CIA-Regimechange.

Was Donald Trump auch in seiner (Hetz)Wahlkampagne herausposaunt hat, setzt er nun nach und nach um. Dabei beleidigt er Staats- und Regierungschefs und auch ganze Völker, Religionsgemeinschaften, soziale Schichten in aller Welt. Dabei hat die USA gleich eine ganze Reihe möglicher Kriegsszenarien an den Rand der Katastrophe getrampelt... Nordkorea (heute so, morgen so, und dann wieder ganz anders), der Iran – in Unterstützung Israels, Syrien – in Unterstützung Saudi-Arabiens, Venezuela – mit Hilfe Kolumbiens und natürlich Russland. Dabei ist die ganze „Hilfe“ Russlands während Trumps Wahlkampagne entweder frei erfunden, oder beide Seiten bereuen zutiefst ihre Zusammenarbeit. Letzteres scheint mir wahrscheinlicher, da die ganze Anti-Clinton-Kampagne von russischen Medien gestützt wurde. Doch all das ist jetzt eher peinlich – für beide Seiten.

Doch nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich ist die Welt in einem Konflikt, bei dem verschiedenste Kräfte um die Vorherrschaft an den Weltmärkten kämpfen. China hat sich empor geschwungen, um die Spitze des weltweiten Handels zu erklimmen. Die bisherigen „Herren des Geldes“, dachten lange Zeit, China wäre nur gut um Billigwaren zu produzieren oder um Fabriken im Land zu bauen und mit Heerscharen an billigen Arbeitskräften arbeitsaufwändige Produkte ganz oder teilweise zu produzieren. Doch die Chinesen haben schnell gelernt und zwar nicht nur Produktionstechniken, sondern auch die Ökonomie des westlichen Kapitalismus, wobei sie den Neoliberalismus sogar perfektioniert haben. China ist dabei noch nicht einmal zum Schein kommunistisch, sondern eher das krasse Gegenteil davon. Die allmächtige PKCh ist inzwischen so etwas wie ein Arbeitgeberverband und das Land lebt in einem paradoxalen Neoliberalismus autoritärer Prägung.

Autoritär ist im Übrigen auch die „neue Mode“ in unseren Scheindemokratien. Dabei gibt es zum Teil einen realen Grund in Form eines ausländischen Drucks, der als Gefahr empfunden wird – Venezuela, Israel, Iran und auch Russland fallen in diese Kategorie. Ein anderer Grund mag eher in machthungrigen Populisten zu finden sein, die sich, von einer Hand voll Multimillionären gestützt, ein Feindbild generiert haben, dass ihnen den Vorwand liefert, einen Polizeistaat zu errichten. Die Türkei, Ungarn, Polen und auch die USA sind solche Länder. Von da an gibt es gewisse Abstufungen in den Scheindemokratien, die von den Interessen des Kapitals regiert werden.

Was uns im zweiten Teil zur EU, den Lobbyisten in Brüssel und den revoltierenden Südeuropäern bringt. Doch auch die Umweltzerstörung, die Flüchtlingsbewegungen und der ständige Kampf für soziale Gerechtigkeit in aller Welt werden in der Fortsetzung thematisiert. Es ist zweifelsfrei eine aufregende Zeit. Doch das heißt auch, dass es eine gefährliche Zeit ist, in der es unsere Pflicht ist Widerstand zu leisten.