Aufregende Zeiten – Die Welt zwischen Chaos und Hoffnung. Teil 2 - Umwelt

Illegale Müllhalde - Bild v Alfred Brumm Flickr.com CC BY 2.0

Wir leben in einer turbulenten Zeit, soviel ist gewiss. Doch Kriege, Krisen und Korruption drohen die Welt ins Chaos zu stürzen. Ein endloser Kampf um die immer knapper werdenden Ressourcen und um Absatzmärkte ist in vollem Gange. Doch immer mehr Menschen haben es satt, für die Machtinteressen einer kleinen „Elite“ zu weinen, zu schwitzen, zu bluten! Auch Mutter Natur leidet...


Rui Filipe Gutschmidt - 9. Juni 2018

Im ersten Teil ging es um die Kriege und um den nationalegoistischen Ansatz der neuen US-Administration unter Donald Trump, den Kampf verschiedenster Interessensgruppen im Kampf um die immer knapper werdenden Ressourcen, um Absatzmärkte und um geopolitische Hegemonie. Im zweiten Teil geht es um die Umwelt, die von den Machthabern als nebensächlich angesehen wird. Als gäbe es kein Morgen wird der Umweltschutz nur zum Schein auf die politische Agenda gesetzt. Doch in letzter Zeit kommt der Schutz unserer Umwelt wieder aus der Mode und dient inzwischen nur noch dazu, den Bürgern zusätzlich Geld aus der Tasche zu ziehen.

Umweltschutz kommt aus der Mode

Obwohl man viel über Klimaschutz diskutiert und das Pariser Abkommen als „bahnbrechend“ feiert, ist die Realität weit davon entfernt, die Erderwärmung aufzuhalten, geschweige denn rückgängig zu machen. Natürlich fällt einem gleich Donald Trump ein, der den Klimawandel als „von den Chinesen erfundenen Hoax“ bezeichnet. Aber Trumps gesamte Strategie beruht auf der Prämisse, dass die USA von der ganzen Welt ausgenutzt wird. In Wahrheit sind es Amerikas Großinvestoren, Spekulanten, „Börsianer“ (ich hasse dieses Wort) und ihre Geschäftspartner aus aller Welt, die korrumpieren, über den Tisch ziehen oder sogar mit militärischer Hilfe ihre Interessen durchsetzen.

Dabei wird Regenwald schonungslos abgeholzt, die Hamburger und Steaks (ja Mr. Trump, deine Steaks...), die übermäßig in der westlichen Welt konsumiert werden, kommen von Rinderherden, die immer mehr Grasland fordern und – kein Witz – große Mengen an Methan pupsen. Indonesien und Malaysia haben die letzten Jahre riesige Waldbrände erlebt, doch statt wieder Aufzuforsten, haben große Konzerne an der Stelle an der einst Orangutans und Sumatratiger lebten, jetzt Palmölplantagen gepflanzt. In Kalifornien und Australien, sowie in Südeuropa, haben Waldbrände mit einer Reihe illegaler Machenschaften zu tun und 2017 war dabei für Portugal ein Katastrophenjahr.

Doch haben wir viel mehr Probleme. Unsere künstlich manipulierten Produkte der Nahrungsmittelindustrie vergiften uns Stück für Stück und Monsanto, Bayer und wie sie alle heißen, arbeiten fleißig an einer Zukunft mit Gen-Food, während ihre Gifte die Bienen an den Rand der Ausrottung bringen. Die Meere wiederum sind voll mit Plastik. Ja, Microplastikteilchen finden sich überall auf der Welt, selbst in der Tiefsee und der Antarktis. Doch das Müllproblem ist viel größer als das für alle Sichtbare. Die Müllberge, die Europa nach Afrika, Indien und ähnliche Länder verschifft, damit man sie dort „recycelt“, vergiften Tausende Slumbewohner, die dort für ein paar Cent am Tag wie Sklaven schuften – dazu kommt noch die Müllmafia, die von den Straßenkindern auf dem Müllberg „Schutzgeld“ erpresst.

Der Atommüll – jetzt, da man den CO2-Ausstoß reduzieren muss, wird Atomstrom als „umweltfreundlich“ annonciert – wird in der Presse völlig vergessen, verdrängt, versteckt. Alles in allem sitzen wir auf Bergen von Müll, vergiften uns und den ganzen Planeten und bringen uns gegenseitig in Kriegen um. Warum? Weil ein paar von uns die Gier zur Religion erhoben und mit ihrem Geld die Massen kaufen, manipulieren und erpressen, um ihre Macht und ihren Reichtum zu vervielfachen.

In Teil 3 kommen wir schließlich zu Europa. Das neoliberale Zentral- und Nordeuropa, das nationalistische Osteuropa und das nach links strebende Südeuropa ist nicht so einfach zu erklären, doch werde ich versuchen meine Interpretation unserer Gegenwart darzustellen...