CSU Mitschuld am Özils Rücktritt?

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Die Grünen werfen Horst Seehofer eine Mitschuld an Özils Rücktritt aus der Nationalelf vor. Özil zog sich nach heftiger Kritik aus der Fußball -Nationalmannschaft zurück und beklagte sich über Rassismus.

Edgar Schülter 25. Juli 2018

Der Bundesinnen- und Sportminister Horst Seehofer und der Deutsche Fußballbund (DFB) wurde von den Grünen stark kritisiert. So soll der CSU-Politiker mitverantwortlich sein für die Entfremdung der Deutsch-Türken und somitindirekt zum Rücktritt Özils aus der Nationalelf beigetragen haben.

So sagte Habeck der „Rheinischen Post“: "Wenn der Sportminister sagt, dass der Islam nicht zu Deutschland gehört, dann ist das klar als Ausladung an alle muslimischen Spieler zu verstehen".

Horts Seehofer hatte dies behauptet und fügte hinzu: "Deutschland ist durch das Christentum geprägt." Wie müssen sich alle Deutsch-Türken wohl fühlen, wenn ein Bundesinnenminister so eine Aussage macht? Leute die hier aufgewachsen sind und Deutschland zu ihrer Heimat gemacht haben aber man gehört auf Grund seiner Religion nicht dazu?

Auslöser der Özil Polemik war ein Foto zusammen mit Präsident Erdogan. Obwohl Özil in der Vergangenheit schon öfters Bilder mit Erdogan gemacht hatte, passte wohl dieses nicht hinein in die populistische „Massenhysterie“ die Deutschland zur Zeit durchlebt.

So beklagte sich auch Özil, dass die DFB Funktionäre seine türkischen Wurzeln nicht respektiert hätten und dass er ein Opfer von Rassismus sei. Nach 92 Länderspielen und positiven Leistungen mit die er zur Nationalelf beigetragen hatte, trat er zurück. Bestimmt kein positiver Beitrag zum Thema Integration.

Auch Claudia Roth von den Grünen zeigte Verständnis für Özils Verhalten so sagte Sie: "Wir sollten diesen Aufschrei zum Anlass nehmen, ehrlich darüber zu reden, warum diese gesellschaftliche Spaltung weiter möglich ist, warum sich Menschen, die wie Mesut Özil hier geboren und aufgewachsen sind, derart ausgebürgert fühlen. Wenn im Erfolgsfall mit dem Deutschen Özil und Boateng groß gefeiert wird, wie vor vier Jahren, aber bei Misserfolgen die 'Ausländer' im Team als Schuldige angeprangert werden, dann ist das Rassismus."

Die AFD äußert sich zum Fall Özil als „Beispiel gescheiterter Integration.“ So behauptet Alice Weidel: „Integrations-Träumerei funktioniert nicht einmal bei Fußball-Millionären! Mit seiner Abschiedstirade erweist sich Özil als typisches Beispiel für die gescheiterte Integration von viel zu vielen Einwanderern aus dem türkisch-muslimischen Kulturkreis.“

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