Psychoterror in Spanien – Tierschutzprojekt in Not! Teil 1 von 2

Wer kann diesem Blick widerstehen? - Bild v R.F. Gutschmidt CC 0 Public Domain


Wie oft wünschen wir uns ein Leben in Ruhe und Frieden in mitten der Natur, umgeben von Tieren und fern ab vom Stress der Stadt? Meine Freundin Heike wollte ihren Traum in die Praxis umsetzen, doch manchmal wird aus dem Traum ein Albtraum. So geschehen mit meiner Freundin auf einer Finca in Spanien. Hier ihre Geschichte... Teil 1 von 2
Heike Krempoli & Rui Filipe Gutschmidt - 16. Juli 2018

Hier der erste Teil der Geschichte meiner Freundin, deren Traum in Alcuescar (Provinz Caceres/Spanien) zu einem Albtraum wurde:

Ende 2015 habe ich bei Facebook eine Frau kennengelernt, die uns eine Finca in Spanien angeboten hat. Diese wäre ideal für unsere Tiere. Sie hat mir schöne Fotos geschickt und darauf hin habe ich unseren Umzug organisiert.

Was ich nicht wusste: Diese Frau war die Freundin der Finca-Besitzer (Vater und 2 Söhne). Sie selbst konnte dort keine Miete zahlen, daher wollte sie den Vermietern etwas Gutes tun und einen zahlenden Mieter besorgen. Was ich ebenfalls nicht wusste: Die Vermieter waren nicht mehr wirklich die Eigentümer dieser Finca, sondern die Bank, wo sie hohe Schulden hatten.

Der gesamte Umzug mit 2 Bussen und Fahrer hat mich ca. 5000 Euro gekostet, da wir ja alle unsere Tiere mitgenommen haben.

Nach 3 Tagen sind wir an der Finca angekommen und uns bot sich ein Bild grosser Enttäuschung! Die Finca war fast eine Ruine und die Gebäude waren nicht wirklich geeignet für unsere Tiere. Ich musste also improvisieren und schnell etwas konstruieren.

Täglich waren der Vermieter und seine 2 Söhne auf unserem Grundstück, was uns allmählich sehr nervte. Denn schließlich habe ich Miete gezahlt und wollte allein sein. Die 3 Pferde und Hunde der Vermieter blieben auf der Finca und wir mussten sie mitversorgen. Alle hatten schließlich Hunger.

Wir waren noch gar nicht fertig mit der Einrichtung, da kommen wir nach Hause und es stand eine Schafherde um unser Haus. Unsere Hunde waren in Aufruhr, weil sie so etwas nicht kannten. Morgens und nachmittags kamen 2-3 Schaefer mit ihren Hunden auf unser Grundstück. Die Vermieter waren der Meinung, dass sie ihre vermietete Finca weiter nutzen dürften und sogar noch untervermieten dürften. Ruhe hatten wir auf der Finca nie.

Ein ausnahmsweise Positives Erlebnis: Meine autistische Tochter bekam hier ihr 1. Pferd und begann endlich zu sprechen! Daher ist dieses Pferd ganz besonders wichtig für uns.

Die erste Stromrechnung belief sich auf 326 Euro für 2 Monate! Da wir keinerlei Elektrogeräte hatten, konnte dies nicht sein. Ich fragte höflich bei meinen Vermietern nach, doch der jüngere Sohn wurde aggressiv. Einige Tage später war unsere Hündin zu Tode stranguliert. Wir fanden sie direkt in der Nähe, es war ein Schock. Ich erstattete Anzeige, doch auf diese passierte gar nichts.

Der Hengst der Vermieter war ein Teufel. Er zerstörte Zäune, zertrat Stalltüren und griff unsere Pferde an, so dass sie teils schwere Verletzungen hatten. Und auch für uns wurde er gefährlich. Ich bat darum, den Hengst auf eine der anderen Weiden zu stellen, die Familie hatte genug davon. Doch da wurden sie wieder aggressiv.

Ich bat um die Papiere, um eine Ganadera Tarjeta zu bekommen. Diese ist nötig, um die Pferde anmelden zu können. Doch man gab mir falsche Papiere und ich hakte nach.

Daraufhin folgte eine Odyssee des Schreckens, die ich hier gar nicht beschreiben kann, denn es würde viele Seiten brauchen: Die Vermieter haben uns 2 Maultiere, 4 Pferde und 7 Hunde getötet!!!

Auf meine vielen Anzeigen ist nie etwas passiert und nun weiss ich auch warum: Die Vermieter haben Verwandte bei der Guardia Civil, die ständig gegen mich gearbeitet hat.

Es wurde uns ständig Futter geklaut, Werkzeug, Wasserpumpe, Zaun, sonstige Dinge (was mich sehr viel Geld gekostet hat). Sie zerstörten sogar ihre eigenen Gebäude. Sie zerstörten oder stahlen die Ketten und Schlösser an den Toren. Sie machten auch mehrmals neue Schlösser dran, damit ich mit meinem Bus nicht das Grundstück verlassen konnte. Sie brachen in meinen Bus ein. Sie schütteten tonnenweise Müll auf mein Grundstück und in meine Ställe, brachten diesen Müll mit Hänger und LKW. Sie haben meinen Bus zerstört, zerschlugen die Windschutzscheibe, die Türen und die Scheinwerfer vor unseren Augen. Die Polizei tat bei all dem gar nichts. Und auch auf die Anzeigen bis heute null Reaktion.“


Morgen bringen wir Teil zwei von Heikes Geschichte. Wie man jetzt schon sehen kann, brauchen Heike und ihre Tochter und die vielen Tiere eure Hilfe:

Heike Kreusch,
Liberbank S. A.,
IBAN ES 10 2048 1206 9030 0003 8428,
BIC CECAESMM048

Mein Hof ist in Alcuescar, Provinz Caceres, Extremadura

Bei weiteren Fragen kann man sich auch an die Redaktion wenden.

Hier noch zu Teil 2