Psychoterror in Spanien – Tierschutzprojekt in Not! Teil 2 von 2

Esel und Pferde brauchen ein neues Heim - Bild v Heike Kreusch CC BY-SA 2.0

Wie oft wünschen wir uns ein Leben in Ruhe und Frieden in mitten der Natur, umgeben von Tieren und fern ab vom Stress der Stadt? Meine Freundin Heike wollte ihren Traum in die Praxis umsetzen, doch manchmal wird aus dem Traum ein Albtraum. So geschehen mit meiner Freundin auf einer Finca in Spanien. Hier ihre Geschichte... Teil 2 von 2
Heike Krempoli & Rui Filipe Gutschmidt - 17. Juli 2018

Hier der zweite Teil der Geschichte meiner Freundin, deren Traum in Alcuescar (Provinz Caceres/Spanien) zu einem Albtraum wurde:


Dann erstatteten die Vermieter Anzeige beim Jugendamt und bei der Seprona, um mich aus der Finca zu werfen.

Ein grauenhafter Spießrutenlauf begann, der sich bis heute immer mehr steigert!

Das Jugendamt wusste rein gar nichts von uns, behauptete aber einfach mal, dass wir verwahrlost und isoliert auf dem Campo leben würden. Man leitete ein Vormundschaftsverfahren ein und wollte meine Tochter ins Heim stecken! Man hat den Vermietern geglaubt, klar, sie sind ja auch Spanier.

Man zwang uns, ein Haus im Dorf zu mieten, damit meine Tochter bei mir bleiben darf. Und man zwang sie in die Schule. Wir waren bis dahin Unschooler bei der Philadelphia-Schule.

Die Seprona war sehr nett und kannte die Probleme mit der Familie. Man hatte Mitleid mit uns. Das ganze Dorf kennt diese irre Familie schon seit Jahrzehnten. Der Vater ist offiziell psychisch krank, der ältere Sohn ist Alkoholiker und der jüngere sollte auch in die Anstalt.

Mittlerweile wusste ich, dass die Finca der Bank gehört und bat um einen Mietvertrag von der Bank. Denn ich brauchte ja einen Vertrag, um die Ganadera Tarjeta zu bekommen. Ich war mehrmals mit Dolmetscher bei der Bank, aber keiner fühlte sich zuständig.

Währenddessen täglich Belästigungen durch die Vermieter auf unserem Grundstück. Wir konnten die Finca quasi nicht verlassen, denn in unserer Abwesenheit wüteten die Vermieter (ich habe auch Bildmaterial).

Zwischen all diesem Übel haben die 3 American Staffordshire Terrier unseres Nachbarn (ehemals Guardia Civil) vor meinen Augen und der meiner Tochter unseren geliebten Esel Loui totgebissen.

Danach kam der heftige Sturm, der uns fast alles zerstörte und den Tieren Ställe und Auslaeufe nahm.

Ende April sind dann 2 Freunde der Vermieter in mein Haus eingebrochen, haben dort randaliert, alle Möbel umgeworfen, Wasser und Dreck verteilt... Sie haben die Ausläufe und Ställe geöffnet, alle Tiere auf den Campo getrieben. Sie haben mich nicht ins Haus gelassen, sondern haben mich mit Stöcken davon abgehalten. Ich musste bis 3 Uhr nachts alle Tiere einfangen.

Meinem großen Rüden haben sie mit einer Eisenstange mehrmals auf den Kopf geschlagen und sein Auge war voller Blut.

Ich rief die Polizei. Diese kam kurz, regte sich wegen der freilaufenden Hunde auf (zogen sogar die /Waffe) und fuhr wieder weg. Sie ließen mich mit den Einbrechern dort stehen!!! Ich habe noch 3 mal bei der Polizei angerufen, doch sie legten einfach auf!!! Da die Einbrecher ein neues Schloss in meine Haustür eingebaut hatten, habe ich bis Mitternacht gebraucht, um diese mit Brechstange zu öffnen.

Am nächsten Tag kam die Freundin des Vermieters mit einem der Einbrecher. Sie wollte Geld von mir und ich solle sofort ausziehen. Der Einbrecher hatte eine Eisenstange in der Hand und hat mir auf den Arm geschlagen. Die Polizei holte sie zwar ab, aber die Polizisten haben sich bestens mit den Einbrechern verstanden.

Ende April kam auch der Servihabitat (Immobilien-Firma, die für die Caixa-Bank arbeitet). Der Mitarbeiter kannte mich seit November 2016! Er teilte mir mit, dass ich wohl einen Mietvertrag über die Finca haben oder diese eventuell kaufen könne. Ich freute mich.

Doch im Juni war die Freude dann vorbei. Die Polizei hielt abends bei mir an und meinte, die Finca hätte nun einen neuen Besitzer und ich 2 Anzeigen von dem neuen Besitzer und der Bank!!! Man hat mich einfach übergangen, obwohl man mich seit 2016 kennt! Ich habe der Caixa-Zentrale in Barcelona geschrieben, denn dieser hatte mir vor dem Verkauf zugesagt, sich um diesen Fall zu kümmern. Keine Resonanz.

Nun haben wir nach über 2 Jahren noch immer keinen gültigen Mietvertrag und deshalb immer noch nicht die Pferde registriert. Dafür droht mir nun eine Strafe von bis zu 60.000 Euro. Doch ich habe mich in dieser ganzen Zeit ja stets um einen gültigen Mietvertrag bemüht bzw. um ein anderes Grundstück. Ohne Ganadera-Karte chippen die Tierärzte nicht und man bekommt keine Papiere. Dies ist eine Lücke im spanischen Gesetz.

Und nun stehen wir vor den Trümmern unseres Lebens: Ich habe hier ein wundervolles Projekt geplant für Einheimische, für Tiere und für Touristen. Denn Tierschutz ist mehr als nur Tiere einsammeln, versorgen und vermitteln. Meine Idee ist, den Stellenwert der Tiere in Spanien zu verbessern, indem die Einheimischen durch die Tiere profitieren.

Hier gibt es keine Fincas zur Miete, nur zum Verkauf. Verlieren wir all unsere Tiere, unsere Familie? Das darf doch nicht wahr sein, nachdem wir so viel Leid ertragen mussten!

Wenn ich wenigstens eine Finca anzahlen könnte, dann würde dies helfen. Die Menschen hier sind froh, wenn sie eine Anzahlung bekommen, den Rest könnte man sicherlich mit Mietkauf arrangieren. Wir dürfen nach all diesem Leid nicht auch noch unsere geliebten Tiere verlieren! Wir sind wirklich völlig verzweifelt und können gar nicht mehr schlafen vor Angst.

Zwischenzeitlich hatte mir jemand aus Facebook nahe Girona eine Finca angeboten und wir freuten uns riesig. Leider hatte er diese auch anderen Frauen angeboten und wollte Geld ziehen. Dies habe ich zum Glück früh genug gemerkt. So kann man auch durch das Internet Schlimmes erleben.

Die Website für mein Projekt ist in Arbeit. Es dauert noch etwas, da dies a) meine erste Website ist und b) ich ja täglich 12 km laufen muss, um die Tiere zu versorgen. Dazwischen kümmere ich mich ja noch um meine Tochter, das Dorfhaus, da bleibt für mich selbst kaum Zeit. Schlaf bekomme ich kaum, aus Zeitmangel und aus Angst.

Ich weiss, vom Lesen dieser Geschichte wird einem schwindelig…. doch wir erleben sie hautnah und stecken tief drin. Hier haben sich viele Leute schuldig gemacht und ganz bewusst gegen uns gehandelt...

Und ich habe wirklich eine Menge Erlebnisse, wie den Diebstahl der Wasserpumpe und durchschneiden des Stromkabels, ausgelassen.“
Nach dem Sturm - Bild v Heike Kreusch CC BY-SA 2.0
ACHTUNG: Das letzte Bild ist nichts für empfindliche Menschen!


Es ist starker Tobak! Heike braucht einen Anwalt, wenn möglich einen deutschsprachigen und/oder einen Dolmetscher. Doch am wichtigsten ist es jetzt einen Platz für sie, ihre Tochter und ihre geliebten Tiere zu finden.

WO ist die Deutsche Botschaft, bzw. das Konsulat? Wo sind die Medien? Ich möchte an alle appellieren, der Frau zu helfen. Sie kam nach Spanien um Tieren, Kindern und Erwachsenen mit Handycap (wie ihrer Tochter) zu helfen. Doch dann begegnete sie diesen Leuten, die man nur als kriminell bezeichnen kann. Ich meine, dass sie dies nicht verdient hat. Ihr „Verbrechen“ war es Menschen zu vertrauen. Zeigen wir ihr und ihrer Tochter, dass es auf der iberischen Halbinsel und auch sonst viele gute Menschen gibt.

Heike Kreusch,
Liberbank S. A.,
IBAN ES 10 2048 1206 9030 0003 8428,
BIC CECAESMM048

Mein Hof ist in Alcuescar, Provinz Caceres, Extremadura

ACHTUNG: Das letzte Bild ist nichts für empfindliche Menschen!

Bei weiteren Fragen kann man sich auch an die Redaktion wenden.

ACHTUNG: DAS FOLGENDE BILD ZEIGT WIE MONSTRÖS DIE MENSCHEN SEIN KÖNNEN ABER AUCH WIE SELBSTLOS MANCHE MENSCHEN SIND DIE NICHT EINFACH WEGSCHAUEN.










Extrem abgemagerter Hund. Heike brachte ihn zum Tierarzt - Bild Heike Kreusch CC BY-SA 2.0